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Rinteln Ortsteile Einbrechern bei Steinbergen auf der Spur
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Einbrechern bei Steinbergen auf der Spur
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13:38 25.10.2018
Großkontrolle bei Steinbergen: Fahnder aus Schaumburg und der Bereitschaftspolizei überprüfen die Insassen von Autos, die gestoppt worden sind. Quelle: leo
Steinbergen

Acht Stunden lang wurden Hunderte von Fahrzeugen und Personen überprüft. Aus dem gesamten Landkreis waren Polizeikräfte zusammengezogen worden. Verstärkung kam aus Hannover – die Zentrale Polizeidirektion hatte Kräfte der Bereitschaftspolizei entsandt. Auch ein Drogenspürhund aus Nienburg war angefordert worden.

In zehn Landkreisen waren an diesem Mittwoch mehr als 280 Polizisten bei Großkontrollen im Einsatz. Im Visier der Fahnder: Einbrecher. „Die Mobilität der Tätergruppierungen, die zum Teil keinen Wohnsitz in Deutschland haben, steigt an“, teilt die Polizei in Rinteln mit. „Die B 83 bei Steinbergen ist eine der möglichen Reise- und Fluchtrouten der Täter. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Nähe zur Autobahn 2“, erklärt Oberkommissarin Maria Miechowski, die den Polizeieinsatz in Steinbergen leitet.

Geschwindigkeit verringert

Bereits am Vormittag hatten Straßenwärter die B 83 in Richtung Minden mit Sperrbaken verengt und einen Geschwindigkeitstrichter aufgebaut. Autofahrer dürfen nur noch 50 Stundenkilometer schnell fahren. „Der Verkehr soll langsam an der Kontrollstelle vorbeifahren“, erläutert Miechowski. So können die Beamten in die Fahrzeuge schauen und entscheiden, wen sie kontrollieren. Zusätzlich beobachten Fahnder in einem Zivilfahrzeug den Verkehr. Fällt ihnen ein Wagen auf, geben sie ihre Beobachtungen per Funk an den Kontrollposten weiter. Die Beamten nennen das „selektieren“. „Schließlich können wir nicht jeden überprüfen“, sagt die Oberkommissarin.

Am frühen Nachmittag startet die Aktion. Fahnder positionieren sich mit Anhaltekellen neben der Straße. Sie winken verdächtige Fahrzeuge raus und lenken sie auf einen Lkw-Parkplatz. Dort werden die Wagen und die Fahrer von den Beamten unter die Lupe genommen. Die Polizisten haben es nicht nur auf Diebe abgesehen. „Wir ziehen natürlich auch Autos aus dem Verkehr, dessen Fahrer während der Fahrt ihr Telefon benutzt haben, checken die Ladungssicherung und führen Drogentests durch“, sagt Einsatzleiterin Miechowski. In einem Spezial-Container, einer mobilen Wache, werden Personen- und Halterabfragen durchgeführt.

Beide Fahrtrichtungen überwacht

Während in Fahrtrichtung Minden die Fahnder stationär Fahrzeuge überprüfen, ist in der Gegenrichtung eine mobile Einheit im Einsatz. Sie lauert am Straßenrand und beobachtet den fließenden Verkehr. Wenn die Beamten im Streifenwagen einen verdächtigen Wagen erspäht haben, verfolgen sie ihn. Kurz darauf stoppen sie das Fahrzeug und kontrollieren den Fahrer. „So können wir beide Fahrtrichtungen überwachen“, sagt Miechowski.

In der dunklen Jahreszeit nimmt die Zahl der Einbrüche zu. Die Täter würden zunehmend professioneller zur Tat schreiten, erzählt Polizeisprecher Axel Bergmann. Gleich zu Beginn des Jahres hielt den Krimalermittlungsdienst der Polizei Rinteln eine Einbruchsserie in Krankenhagen in Atem. Im vergangenen Jahr wurden kreisweit 277 Taten verübt. 43 allein in Rinteln. Die Aufklärungsquote der Polizei in Rinteln liegt bei 9,30 Prozent. Mit Schwerpunktkontrollen, aber auch mit Sonderstreifen in Wohngebieten will die heimische Polizei Kriminelle dingfest machen oder zumindest abschrecken. Präventionsstreifen sollen in den kommenden Monaten regelmäßig stattfinden.

Zurück zur B 83 bei Steinbergen: Als es dunkel wird, rücken Spezialisten der Polizei aus Hannover und Oldenburg an. Mit einem sogenannten Lichtkranwagen und starken Scheinwerfern leuchten sie die Kontrollstelle aus. Bis in die Nacht werden Personen, Autos, Führerscheine und Fahrzeugpapiere überprüft. leo