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Rinteln Ortsteile Fahrzeughalle: Bau wohl erst 2021
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Fahrzeughalle: Bau wohl erst 2021
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00:18 13.03.2018
Beim Umziehen in der engen Fahrzeughalle haben die Feuerwehrleute nur wenig Platz. Quelle: Archiv
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Hattendorf

Für 2021 will die Gemeindeverwaltung dafür einen Betrag in Höhe von 80000 Euro in den Etat aufnehmen. Am Montag, 12. März, ab 17 Uhr findet dazu eine Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses in der Alten Molkerei statt.

Während der jüngsten Sitzung, die gemeinsam mit dem Feuerschutzausschuss in Hattendorf stattgefunden hat, hatte Hattendorfs Ortsbrandmeister Lars Weber die Wünsche seiner Feuerwehrleute vorgestellt (wir berichteten). Daraufhin hat die Verwaltung die ursprüngliche Planung um die Errichtung einer Fahrzeughalle ergänzt. Dabei richtete sich die Gemeinde nach dem Entwurf der Feuerwehr. Genaue Zahlen sollen am Montag vorgestellt werden. Die zweite Ausbauvariante umfasst ein 64 Quadratmeter großes Umkleidegebäude und den Neubau einer Fahrzeughalle in Stahlausführung, der voraussichtlich erst ab 2021 realisiert werden soll.

55 Quadratmeter vorgesehen

Im Bereich des Anbaus sind etwa 55 Quadratmeter für die Errichtung eines den geltenden Normen entsprechenden Männer- und Frauenumkleideraums vorgesehen. Die Raumgrößen für Umkleideräume sind in den Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit mindestens 1,2 Quadratmetern je aktivem Feuerwehrmitglied festgelegt.

„Den grundsätzlichen Planungen liegt die Überlegung zugrunde, dass durch den Anbau der Umkleideräume eine Realisierung der Fahrzeughalle nicht unmöglich gemacht werden sollte. Die weiteren Schritte sollten vom Umfang der realisierten Eigenleistungen abhängig gemacht werden“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski auf Anfrage. Das heißt, wenn die Feuerwehrleute beim Bau der Umkleideräume mit anpacken und eine Zusage zur Mithilfe – etwa für Erdarbeiten – für den Bau der Fahrzeughalle geben, sind die Chancen gut, dass die Halle 2021 gebaut wird.

Feuerwehrleute nehmen es selbst in die Hand

„Die CDU-Fraktion unterstützt das, auch wenn das Volumen relativ hoch ist. Wir gehen davon aus, dass es nicht so teuer wird, weil die Feuerwehrleute motiviert sind, Eigenleistungen zu erbringen. Wenn das so ist, sollte das honoriert werden“, sagte der CDU-Fraktionschef Friedrich Gärling.

Ähnlich drückte sich der Fraktionsvorsitzende der WGA, Siegbert Held, aus: „Die Umkleideräume müssen gemacht werden. Das ist völlig unstrittig. Wenn dort in einem vernünftigen Rahmen Eigenleistungen erfolgen, dann sollte auch der zweite Schritt laufen.“

Der Chef der SPD-Fraktion, Rüdiger Teich sah es so: „Die Umkleideräume müssen gebaut werden, denn sonst bekommen wir irgendwann auch Probleme mit der DGUV.“ Die Planung von zwei Bauabschnitten sei vernünftig. „Wir müssen aber für die Feuerwehrleute ein Zeichen setzen und ihnen in Aussicht stellen, dass die Fahrzeughalle zeitnah gebaut werden kann“, so Teich.

Ratsfrau Bela Lange (Grüne) hatte bereits bei der ersten Bauausschusssitzung festgestellt, dass ein Anbau der Umkleideräume notwendig und eine Fahrzeughalle sinnvoll sei. Auch sie hatte Eigenleistungen der Feuerwehrleute gefordert.

Platz für größere Fahrzeuge

Geplant ist, eine Fahrzeughalle mit einer Stellplatzfläche von 4,5 mal 12,50 Metern zu errichten. Damit sollen auch größere Fahrzeuge genügend Platz finden.

Im ersten Bauabschnitt sind Kosten in Höhe von 50.000 Euro eingeplant. Ohne Eigenleistungen käme der Anbau auf 105.000 Euro. Für die Fahrzeughalle in Fertigbauweise und die Herstellung einer Zuwegung hat die Verwaltung Kosten in Höhe von 80.000 Euro errechnet. Ohne Eigenleistungen käme der Neubau auf 110.000 Euro. la

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