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Rinteln Ortsteile Gemeinde Auetal kauft Sparkassengebäude
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Gemeinde Auetal kauft Sparkassengebäude
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00:24 25.03.2018
Die Gemeinde Auetal möchte das Gebäude an der Rolfshagener Straße von der Sparkasse Schaumburg kaufen. 125.000 Euro sind dafür im Haushalt 2018 bereitgestellt. Quelle: la
Rolfshagen

Bereits nach Bekanntgabe der Schließung der Geschäftsstelle der Sparkasse Schaumburg in Rolfshagen hatte sich Teich dafür ausgesprochen, etwas zur Verbesserung der Infrastruktur in den Ort zu holen. Am liebsten wäre dem Ortsvorsteher eine Hausarztpraxis gewesen. „Das ist aber nicht zu realisieren. Wir finden keinen Arzt, der sich hier niederlassen möchte. Und eine Zweigstelle der bestehenden hausärztlichen Praxis aus Rehren ist auch nicht machbar“, so Teich.

Die Ärztinnen Dr. Elke Schulte-Watermann und Dr. Maren Monden haben zwar in ihrer Praxis in Rehren noch Kapazitäten frei, aber eine Zweigstelle in Rolfshagen wäre zu zeit- und kostenintensiv.

Die Gemeinde Auetal will das Gebäude kaufen, da die Substanz gut ist und es sich in exponierter Lage mitten im Ort befindet.

Praxis oder Tagespflege

Rund 125 Quadratmeter groß ist die ehemalige Geschäftsstelle, für die eine Nachnutzung gesucht wird. „Ich habe schon etliche Gespräche geführt. Eine Logopädin hat Interesse bekundet, und auch eine Tagespflege für Senioren könnte ich mir dort gut vorstellen. Auf jeden Fall sollte etwas für ältere Menschen im Ort geschaffen werden, denn es kann nicht sein, dass man im Alter von Rolfshagen nach Bad Eilsen ziehen muss, weil dort mehr für Senioren geboten wird“, so Teich.

In Rolfshagen ist auch eine Umgestaltung des Familienzentrums zum Mehrgenerationenhaus ein Thema. „Ein Klassenraum ist an die TuSG vermietet, die Mehrfachnutzung des Hortes ist ungünstig. Durch die Schließung des Jugendzentrums gibt es im Hort keine Mehrfachnutzung mehr. Aber wie lange ist der Hort noch notwendig, wenn die Bundesregierung einen Ausbau der Ganztagsschulen anstrebt?“, fragte sich Siegbert Held (WGA) während der jüngsten Ratssitzung.

Kein Mehrgenerationenhaus

Man müsse schauen, ob Räume im Kioskgebäude des Freibades, die frei werden, wenn der DLRG-Neubau steht, genutzt werden können. In welcher Form eine Umgestaltung des Familienzentrums möglich und finanzierbar ist, müsse man abwarten. „Also keine voreiligen Entscheidungen – und ein sogenanntes Mehrgenerationenhaus erscheint uns an dieser Stelle nicht sinnvoll“, so Held.

Für Gehweganlagen in Rolfshagen stehen 315.000 Euro im Haushaltsplan. Damit sollen der Gehweg und die Parkbuchten entlang der Rolfshagener Straße saniert werden. Dort fließen Mittel aus der Dorferneuerung in die Gemeindekassen zurück.

Im Haushaltsplan 2018 ist wieder eine vom Senioren- und Behindertenbeirat geforderte Aufzugsanlage für das Rathaus enthalten. Ob diese wirklich gebaut wird, ist noch offen. „Sicherlich ist eine behindertengerechte Erreichbarkeit der Verwaltung eine wichtige Sache, aber wir haben bereits die sogenannte Rollstuhlklingel. Und wenn die Verwaltung gewährleisten kann, dass alle Bürger auch im Spiegelsaal umfänglich bedient werden können, wäre ein Aufzug für rund 40.000 Euro eventuell verzichtbar“, betonte Held. la