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Rinteln Ortsteile Giftköder? Labrador fast verendet
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00:40 29.11.2014
„Celly hat das Schlimmste überstanden, ist aber noch schwach auf den Beinen“, sagt Marco Struckmann. Quelle: tw
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Krainhagen.

Nur dank der Hilfe einer Bückeburger Tierarztpraxis konnte Celly gerettet werden. Erst im Januar war der Golden Retriever „Sam“ gestorben, als er unweit der Stoevesandtstraße Kontakt mit einem Giftköder hatte.

 „Ich bin am Sonntag, 23. November, zwischen 14 und 15 Uhr mit Celly auf einem Pattweg im benachbarten Neubaugebiet unterwegs gewesen“, berichtet Marco Struckmann; der 34-Jährige wohnt an der Beckmarhau. „Da habe ich gesehen, dass das Tier im hohen Gras mit etwas am Gange war.“ Struckmann dachte sich nichts Böses. In den Abendstunden erbrach sich die Labradorhündin zunächst zu Hause. „Am Montag hat Celly dann enorm viel getrunken – und wurde zusehends träger.“ Der Krainhäger begann, Verdacht zu schöpfen; denn die Hündin sei sonst eher quirlig. „Dienstagmorgen hat sie dann kein Fressen mehr angerührt und war völlig apathisch“, erzählt Struckmann.

 Nach einer Kurzrecherche im Internet, die seinen Verdacht erhärtete, fuhr er mit Celly sofort in die Tierarztpraxis. „Dort bekam ich Gewissheit. Mein Hund hatte urplötzlich 40 Grad Fieber und eine Leberentzündung. Die Pupillen waren bereits gelblich“, so Struckmann. Eine erste Spitze nahm Celly die starken Schmerzen.

 Inzwischen ist die Labradorhündin wieder zu Hause, muss aber weiter medikamentös behandelt werden. „Es geht ihr den Umständen entsprechend“, sagt der Krainhäger. „Hätte Celly nicht nur am Köder geleckt, sondern ihn gefressen, wäre sie vermutlich tot.“

 Da die Wiesen im Bereich Beckmarhau von vielen Hundehaltern mit ihren Tieren begangen werden, ist Struckmann nun in Sorge, dass dort noch mehr Köder liegen. Der Golden Retriever Sam hatte damals ein Mettbällchen verschluckt, das mit Rattengift versetzt war. Fünf Tage hatte eine Tierarztpraxis in Hausberge um Sams Leben gekämpft – vergeblich.

 Sollte jemand in Obernkirchen erneut Giftköder ausgelegt haben, dann hat es Celly als Erste erwischt. „Wir haben im Bereich des Polizeikommissariats Bückeburg derzeit keine Anzeigen im Zusammenhang mit vergifteten Tieren vorliegen“, sagt Oberkommissar Matthias Auer auf Anfrage. tw

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