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Rinteln / Abstimmung

Goldbeck: Nicht handwerkliche Fehler des Rats ausbaden


Bei einem Abstimmungspatt im Bauausschuss hätte es keinen Beschluss und damit kein Vorranggebiet für Windenergieanlagen gegeben. Für den Ausschussvorsitzenden Günther Maack (CDU) wäre das der „schlimmste denkbare Fall für Rinteln“. Folge: Windräder könnten an vielen Orten gebaut werden. Und in Westendorf, wo bereits drei Windräder mit einer Höhe von 100 Metern genehmigt worden sind, könne der Investor nun 150 Meter Höhe beantragen, „die höchstwahrscheinlich genehmigt werden würden“.

Rinteln (dil). Nachdem der Antrag für Goldbeck gescheitert war, habe er deshalb entgegen seiner Fraktion für den Windpark in Westendorf gestimmt, obwohl er grundsätzlich gegen Windenergieanlagen im Wesertal sei, teilte Maack jetzt mit.

Auf dem Taubenberg will die Interessengemeinschaft Gegenwind Goldbeck allerdings keine Lärmexporteure von auswärts, deren Windkraftanlagen laut Gutachter so laut seien „wie ein Auto im Standlauf“ – aber bei Tag und Nacht. Die IG Gegenwind kritisiert deshalb die Stellungnahmen von Paul-Egon Mense (FDP) und Veit Rauch (CDU) in unserer Sonnabend-Ausgabe. Mense habe offenbar vergessen, dass er „ein Vertreter der Rintelner Bürger und kein Profit-Optimierer für Fremdinvestoren“ sei.

Auch in Goldbeck wolle man regenerative Energien, erwidert die IG Gegenwind auf Rauch. Aber die vorhandene Fläche dort sei zu klein. Würden aber zum Beispiel die Abstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten, hätte das eine katastrophale Lärmbelästigung zur Folge. In Goldbeck fragen sich zudem viele Bürger, warum sie die handwerklichen Fehler des Stadtrates in den vergangenen Jahren ausbaden sollen.

„CDU und FDP stellen sich mit ihren Aussagen gegen die Interessen vieler Goldbecker Bürger“, erklärt die IG Gegenwind. Von innovativen Lösungen sei nichts zu sehen, die Politik habe wohl resigniert. Die IG appelliert aber, gerade nach solchen Lösungen zu suchen – stadtweit.

„Auch in der Nähe von Goldbeck gibt es aufgrund der ausgedehnten, nördlich liegenden Waldgebiete geeignete Standorte mit ausreichendem Abstand zu bewohnten Flächen, teilweise sogar erschlossen. Vielleicht ist an diesen Standorten die Windgeschwindigkeit (und damit der Profit des Investors der Windkraftanlage) etwas niedriger. Aber leben wir nicht in einer sozialen Marktwirtschaft, wo sowohl wirtschaftlicher Profit als auch die soziale Komponente wichtig sind?“ Den Bürger nicht im Stich zu lassen, gelte für alle Standorte, nicht nur für Goldbeck, so IG.

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