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Rinteln Ortsteile Güterzugstrecke gar kein Thema?
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Güterzugstrecke gar kein Thema?
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00:26 24.05.2015
Aus dem Brief eines Bahnsprechers geht hervor, dass andere Strecken für Güterverkehr für die Bahn deutlich attraktiver sind. Quelle: pr.
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Rinteln

Aus einem Schreiben eines Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn an den Hamelner Landrat Tjark Bartels geht hervor, dass weder die Deutsche Bahn noch der Bund in Erwägung ziehen, die Bahnstrecke Löhne auszubauen. Interessantes Detail: Das Schreiben ist schon über ein Jahr alt, datiert auf den 29. April 2014.

 Dem Schreiben zufolge rechtfertige der zu erwartende Güterverkehr für die Strecke Löhne-Rinteln-Elze keinen zweigleisigen Ausbau. „Die bestehenden und die erwarteten Verkehre lassen sich auf den bestehenden parallelen Strecken und der Mitte-Deutschland-Verbindung Paderborn-Kassel mit punktuellen Maßnahmen deutlich einfacher bewältigen“, schreibt darin der Konzernbevollmächtigte Ulrich Bischoping. „Es besteht daher seitens der Deutschen Bahn – aber auch seitens des Bundes – keinerlei Ansinnen, die Strecke Löhne-Elze auszubauen oder vorbereitende Planungen dazu aufzunehmen.“

 Stadtratsmitglied Heinrich Sasse von der Wählergemeinschaft Schaumburg zeigte sich zufrieden über den jüngsten Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA). Demnach wird Bürgermeister Thomas Priemer unter Bezugnahme auf das Schreiben eine Resolution gegen die Güterbahntrasse entwerfen. In der nächsten Sitzung des VA soll die Resolution dann in einem „formlosen Verfahren, hinter dem alle Fraktionen stehen“, beschlossen und dem Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium vorgelegt werden. Tenor der Resolution laut Sasse: „Ihr könnt in Berlin nicht beschließen, was die Deutsche Bahn nicht will.“

 Das Bundesverkehrsministerium zieht unterschiedliche Routen für den Güterbahntransit in Betracht. Der sogenannte Planfall 33 sieht die Strecke Löhne-Elze vor. Planfall 12 würde den Schaumburger Nordkreis durchkreuzen.

 Zuletzt war von der Bahn eine Route von Altenbeken über Bad Pyrmont nach Hameln ins Gespräch gebracht worden. Gegen diese Pläne regt sich im Weserbergland harter Widerstand von Bürgerinitiativen, Verwaltungen und Politik. Unklar ist, weshalb das Schreiben nicht schon früher öffentlich gemacht wurde. pk

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