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Rinteln Ortsteile Kleinbus mit Senioren prallt gegen Lastwagen
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Kleinbus mit Senioren prallt gegen Lastwagen
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08:03 06.12.2018
Kaum zu glauben: Auf dem Beifahrersitz des Kleinbusses hat eine Frau gesessen – und den heftigen Aufprall verletzt überlebt. Quelle: leo
Steinbergen

Der Unfall ereignete sich gegen 10.25 Uhr. Der Fahrer des VW-Transporters, der dem DRK-Kreisverband gehört, hatte die Bewohner eines Altenheimes gerade abgeholt und war in Richtung Westendorf unterwegs. Weit kam der 26 Jahre alte Mann nicht.

Hat Fahrer das Baustellen-Fahrzeug übersehen?

Hinter dem Ortsausgang Steinbergen prallte er mit dem Wagen gegen das Heck eines Unimogs der Straßenmeisterei Rinteln. Der Lastwagen stand auf der Fahrspur, weil die Leitpfosten gereinigt wurden. Der Fahrer des Transporters muss das Baustellen-Fahrzeug übersehen haben.

Durch den heftigen Aufprall verformten sich die Türen des Transporters stark, die A-Säule wurde tief ins Innere des Fahrzeugs gedrückt. Die Beifahrertür sowie die Schiebetür des Kleinbusses ließen sich nach dem Unfall nicht mehr öffnen. Deshalb alarmierte die Rettungsleitstelle neben Rettungswagen auch die Feuerwehr. Die Freiwilligen sollten die Eingeschlossenen mit schwerem Gerät befreien.

Polizeibeamte konnten mit vereinten Kräften jedoch die Schiebetür öffnen und die Menschen befreien – noch vor Eintreffen der Feuerwehr. Notfallsanitäter untersuchten alle Bus-Insassen und den Straßenwärter.

Straßenwärter und zwei Insassen verletzt

Drei Menschen wurden nach Angaben der Polizei Rinteln verletzt: Die 63-jährige Beifahrerin sowie eine weitere Insassin (47) aus dem DRK-Bus (beide aus Rinteln) wurden bei dem Unfall verletzt, auch der 26 Jahre alte Straßenwärter aus dem Unimog zog sich Verletzungen zu. Der Stadthäger wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum Schaumburg nach Vehlen gebracht. Die anderen drei Mitfahrer (68, 64 und 59) sowie der Fahrer des Busses blieben unverletzt.

Warum der Mann aus Bad Eilsen das Fahrzeug der Straßenmeisterei übersehen hat, ist der Polizei zufolge derzeit noch unklar. Da Öl und Kühlflüssigkeit aus dem Transporter auf die Straße liefen, rückte der Umwelt-Kommunal-Service aus Lauenau an und reinigte die verschmutzte Asphaltdecke.

Transporter muss abgeschleppt werden

Ein Spezialfahrzeug sprühte Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die Fahrbahn – dadurch wurden die Betriebsstoffe vom Belag entfernt. Das Wasser-Öl-Gemisch wurde in einen Tank gesaugt. Ein Bergungsunternehmen musste den VW Transporter abschleppen. Er war nicht mehr fahrbereit.

Die Polizei sperrte die Bundesstraße 83 für die Rettungs- und Bergungsarbeiten in Richtung Westendorf. Der Verkehr wurde von der Polizei einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

von Leonhard Behmann