Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rinteln Ortsteile Mit Videokamera gegen Müllsünder?
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Mit Videokamera gegen Müllsünder?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:17 05.05.2012
Mehr Sauberkeit im Umfeld der Altglas- und Altkleidersammelcontainer will der Ortsrat Möllenbeck erreichen. Quelle: tol
Anzeige
Möllenbeck

Möllenbeck (pk). Wer Zeuge illegaler Müllentsorgung werde, solle das zur Anzeige bringen – auch, wenn es sich bei der Person um einen Bekannten oder gar Nachbarn handele. „So jemanden zu decken, hat mit guter Nachbarschaft jedenfalls nichts zu tun“, war im Ortsrat zu hören. Mit einer bloßen Entfernung der Container bestrafe man indes vor allem alle „anständigen Leute“, so Kölling. Gerade ältere Menschen oder Möllenbecker ohne Auto hätten dann das Problem, ihr Altglas tütenweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Rinteln zu schaffen.

 Alternative Standorte, die besser einsehbar seien und damit „Müllsünder“ hemmen könnten, wurden auch diskutiert. So kam etwa der Sportplatz wieder ins Gespräch, wo die Container in der Vergangenheit bereits standen – aber auch dort wurde Müll abgeladen. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erinnerte daran, dass der Bauhof diesen Müll damals nahezu zweimal die Woche abholen musste. Die Stadt habe eine „Beseitigungspflicht“. Vielleicht, gab er zu bedenken, müsse man vor diesem Hintergrund auch schlichtweg eine „größere Entschädigung fürs Müllwegbringen“ prüfen. Zumal es sich um ein Problem handele, das nicht auf Möllenbeck beschränkt sei, sondern auch in fast allen Ortsteilen die Gemüter erhitze.

 Am liebsten wäre es den Ortsratsmitgliedern, man würde die Container mit Kameras überwachen, um Täter abzuschrecken oder gegebenenfalls zu entlarven. Das sei jedoch sehr kostspielig und noch dazu rechtlich nicht ohne Weiteres durchzusetzen, merkte Buchholz an. Alternativ, wog man im Ortsrat noch ab, könne man vielleicht ein bloßes Schild mit dem Hinweis auf Kameraüberwachung aufstellen – ohne, dass es wirklich eine Kamera gebe. Kölling: „Das hat ein Anwohner schon längst versucht. Eine Woche hat das Schild da gestanden, dann hat es jemand einfach wieder abgebaut.“

 Schließlich einigte man sich darauf, die Situation am Mühlenberg weiter im Auge zu behalten, um in wenigen Wochen wieder zusammenzukommen, darüber zu beraten – und notfalls zu beschließen, die Glascontainer entfernen zu lassen.

Anzeige