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Rinteln Ortsteile Neue Fraktion am Taubenberg?
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00:16 10.03.2016
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Taubenberg

Deshalb soll nun eine parteiübergreifende Wählergemeinschaft Taubenberg entstehen.

 Als sich abzeichnete, dass die Sozialdemokraten vom Taubenberg Schwierigkeiten bekommen würden, genügend Kandidaten für die Wahlliste zusammenzukriegen, ergriffen Dieter Budde und Friedrich Sellmann die Initiative. Der Goldbecker Budde war für eine Dauer von mehr als zwei Jahrzehnten Ortsbürgermeister vom Taubenberg, heute ist er Verwaltungsstellenleiter. Sellmann ist seit geraumer Zeit Verwaltungsstellenleiter in Friedrichswald und inzwischen Chef des Taubenberger SPD-Ortsvereins. Wie Budde gestern sagte, geht die Idee für eine Einheitsliste auf Sellmann und ihn zurück.

 „Der SPD-Ortsverein hat bereits eine Sitzung gemeinsam mit den beiden fraktionslosen Ortsratsmitgliedern Stefan Eggert-Edeler und Wilfried Kampmeier abgehalten und die Frage für eine Einheitsliste erörtert“, so Budde. Eggert-Edeler und Kampmeier waren Ende 2012 aus der CDU ausgetreten, da sie mit der Haltung ihrer Partei zur Frage des Dorfgemeinschaftshauses in Uchtdorf nicht einverstanden waren. Seitdem saßen sie als Partei- und Fraktionslose im Ortsrat. Während Eggert-Edeler erneut für den Ortsrat kandidieren will, wolle sich Kampmeier nicht mehr aufstellen lassen. Aufgrund der zunehmenden Schwierigkeit, Kandidaten zu finden, entstand die Idee für eine parteiübergreifende Einheitsliste: die Wählergemeinschaft Taubenberg.

 Budde betont, dass es sich um eine „neutrale Liste“ handele, die in keiner Verbindung zur Wählergemeinschaft Schaumburg stehe. In einem Wahlbezirk mit mehreren Ortseilen käme eine parteiübergreifende Fraktion den Ortschaften nur zugute, so Budde. Bei vier Ortsteilen mache eine Einheitsliste vieles einfacher.

 Immerhin habe er selbst bereits gute Erfahrung mit diesem Modell gemacht: als Teil der Wählergemeinschaft Taubenberg, die von 1974 bis in die späten achtziger Jahre existierte. Allein Dietmar Vogt, der im Ortsrat als Einzelner die Grünenfraktion bildet, will sich der Wählergemeinschaft nicht anschließen. „Ich möchte weiter die Interessen der Grünen vertreten.“

 Laut Jörg Schmieding von der Stadt steht einer Gründung einer Wählergemeinschaft nichts im Wege. Der Wahlvorschlag müsse nur bis zum 25. Juli bei der Kommune eingereicht werden. Dieser sollte gestern Abend im Dorfgemeinschaftshaus Goldbeck erarbeitet werden. Das Ergebnis lag bis Redaktionsschluss jedoch noch nicht vor.

pk

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