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Rinteln Ortsteile Neuen Stil entwickelt
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20:58 06.11.2012
Starke Farben: Hannelore Pinjuh stellt in Todenmann aus. Quelle: cok
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Todenmann (cok)

Hannelore Pinjuh hat sie mit Öl auf Sand gemalt und zeigt damit, was für eine große Änderung seit ihrer bislang letzten Ausstellung 2009 in der Sparkasse Rinteln vor sich gegangen ist.

 Damals nämlich war die heute gesund und munter wirkende 70-Jährige schwer erkrankt und sehr niedergeschlagen gewesen. Ihre Gemälde porträtierten Frauengestalten mit geistesabwesend aufgerissenen Augen, mit abrasierten Haaren oder umgeben von unheimlichen Gesichtern. So farbkräftig auch diese Bilder waren, man spürte Angst, Kummer und eine Art vom Kampf ums Überleben, von denen sie getragen wurden. „Ich kreiste um mich selbst und mein Schicksal“, sagt sie. „Aber nun konnte ich das hinter mir lassen.“

 Hannelore Pinjuhs aktuelle Bildersammlung bedient sich einer besonderen Technik, bei der die Leinwand nach der Grundierung zunächst mit Sand bestreut wird, manchmal noch ergänzt durch Pflanzenteile oder Seidenpapier, bevor sie dann weitere Farben aufträgt, die auf diese Weise eine noch größere Wirkung hervorrufen. „Wie von selbst habe ich meinen Stil ganz neu entwickelt“, sagt sie. „Mir geht es wieder sehr gut, und das wollte ich auch ausdrücken.“

 Von Kindheit an bedeutete ihr das Malen viel, richtig „studiert“ hat Pinjuh es allerdings erst mit etwa 55 Jahren, als sie damit begann, in der Heim-Volkshochschule Rehburg-Loccum regelmäßig Malkurse zu belegen. Die Dauerausstellung in Todenmann ist bereits die vierte Ausstellung, mit der die Hobbymalerin ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellt. „Ich bin ja nicht mehr die Jüngste“, sagt sie. „Aber trotzdem will ich mich immer weiterentwickeln und nicht an einem bestimmten Punkt einfach sagen: Nun ist Schluss!“ Deshalb sollen die Bilder auch regelmäßig ausgetauscht werden: In ihrem Atelier sorgt sie schon für Nachschub.

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