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Rinteln Ortsteile Ortsrat und Feuerwehr verlieren die Geduld
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Ortsrat und Feuerwehr verlieren die Geduld
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00:26 16.03.2018
Kirsten Hilbig (von links), Sören Hilbig und Karin Münchow werden für besondere sportliche Erfolge ausgezeichnet. Quelle: bus
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KRANKENHAGEN

Im Vorjahr hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser den Dorfentwicklungsplan, Voraussetzung für beide Neubauten, schließlich genehmigt.

Ortsrat und Feuerwehr verlieren langsam die Geduld, wie in der jüngsten Sitzung des Ortsrates deutlich wurde. Frauke Kampmeier (SPD) und Heinz-Jürgen Requardt (CDU) fassten die Stimmung so zusammen: Es sei einfach frustrierend.

Funktionell muss es sein

Requardt vermisst auch, dass die Verwaltung nicht über Alternativen für die Feuerwehr nachdenke, sondern offensichtlich in Krankenhagen bauen wolle wie „vor hundert Jahren“. Dabei müsse das ebenerdige Feuerwehrhaus mit Garage, Sanitäranlage, Umkleiden und Versammlungsraum keine „gute Stube“ werden, sondern funktionell.

Da gebe es, wie er unter anderem bei Fahrten in die Heide gesehen habe, andere Architekturmodelle als „Klinker rundherum“, beispielsweise eine Modulbauweise.

Eine „frostsichere Kartoffelhalle“

In der Diskussion kam schließlich die Formulierung von einer „frostsicheren Kartoffelhalle“ auf, die Requardt so nicht stehen lassen wollte. Ihm ginge es um „funktionell“ und „bedarfsgerecht“, und das könne man auch mit anderen Bauweisen erreichen.

Wie geht es weiter? Wie Anja Friedrich für die Verwaltung schilderte, sei man auch im Rathaus über die Verzögerungen nicht gerade begeistert. Jetzt erwartet man eine Mittelbewilligung Ende März.

Noch im September hatte das Amt für regionale Landesentwicklung mitgeteilt, dass für das Bürgerhaus eine „Bedarfsanalyse zur Konkurrenzsituation und Wirtschaftlichkeit des Bürgerhauses“ erforderlich sei. Doch das ist jetzt wohl erledigt und vom Tisch.

Teurer als geplant

Bevor allerdings nicht ein positiver Förderbescheid bei Bürgermeister Thomas Priemer auf dem Schreibtisch liegt, können die Arbeiten weder ausgeschrieben, geschweige denn vergeben werden.

Für alle Ortsratsmitglieder war klar: Feuerwehrhaus und Bürgerhaus werden teurer als geplant, schon deshalb weil seit der letzten Kostenermittlung vor über drei Jahren die Baupreise drastisch gestiegen sind. Das könne man auch am Feuerwehrhaus in Deckbergen sehen. Sascha Vogt betonte: „Für das, was wir brauchen, reicht das Geld nicht aus.“

Unstreitig ist für den Ortsrat, dass die Wünsche der Feuerwehr, die mit 45 Aktiven und 50 Kinder zu den großen Wehren in Rinteln zählt, berechtigt sind. Das Haus müsse ebenerdig, also barrierefrei gebaut werden.

Wohin mit dem Antennenmast?

Doch selbst wenn jetzt die Gelder bewilligt werden, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Probleme gelöst sind. Nach wie vor ist offensichtlich unklar, an welchen Standort der neue Antennenmast kommt. Da die Verträge mit dem Telekommunikationsunternehmen noch laufen, ist man hier auf deren guten Willen angewiesen.

Auch der Fakt, dass die Volksbank nicht neu baut, sondern in Räume bei Lampen-Peters umzieht, hat eine neue Situation geschaffen.

Von Hans Weihmann

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