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Rinteln Ortsteile Polizei fasst Bankräuber von Steinbergen
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00:17 16.06.2016
Auch die Volksbank in Steinbergen sollen die Männer überfallen haben. Quelle: Archivfoto
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Steinbergen/Nienburg

Von Frank Neitz

Zuletzt sollen die beiden Anfang April eine Bank in Ottenstein überfallen und ausgeraubt haben. Auch der Überfall auf die Volksbank in Steinbergen Ende Februar soll auf das Konto der Männer gehen. Die anderen Tatorte lagen in Nienburg und Minden.

Die beiden Männer seien bereits am vergangenen Donnerstag festgenommen worden, als sie im Landkreis Nienburg einen weiteren Bankraub begehen wollten, wie ein Polizeisprecher erst am Montag bekannt gab. Die mehrfach vorbestraften Verdächtigen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen, stammen aus Bünde und Petershagen in Nordrhein-Westfalen. Deswegen führt die Staatsanwaltschaft Bielefeld die Ermittlungen. Details wollte eine Sprecherin wegen des noch laufenden Verfahrens nicht nennen.

„Die beiden Beschuldigten sind bereits einschlägig wegen Raubes und Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten und haben schon langjährige Haftstrafen verbüßt“, sagt dagegen Jens Petersen, Sprecher der Polizeiinspektion Hameln. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft den beiden Festgenommenen mehrere seit 2015 verübte Raubüberfälle vor. Bei drei vollendeten Taten wurden – inklusive des Überfalls in Ottenstein – rund 130000 Euro erbeutet.

Am 26. Februar betrat ein Mann, der mit einem Halstuch maskiert gewesen ist, die Steinberger Geschäftsstelle der Volksbank in Schaumburg an der Bückeburger Straße. Er bedrohte die Mitarbeiterin mit einer Schusswaffe und verlangte die Herausgabe von Geld. Ihm sei ausschließlich Hartgeld ausgehändigt worden, das er in einem schwarzen Rucksack verstaute. Darüber, inwieweit der zweite Festgenommene an dem Steinberger Überfall beteiligt gewesen ist, machte die Polizei gestern keine Angaben.

Am Morgen des 11. April waren mindestens zwei maskierte Verbrecher in die Filiale der Volksbank Weserbergland in Ottenstein eingestiegen und lauerten einer zur Arbeit kommenden Kassiererin auf.

Die Männer fesselten die Bankkauffrau mit Kabelbindern, bedrohten sie mit einer Schusswaffe und forderten die Herausgabe einer fünfstelligen Summe. Die Kriminellen flüchteten damals unerkannt. Intensive Ermittlungen und zuzuordnende Spurenmerkmale führten die Beamten der für den Fall bei der Polizeiinspektion Hameln/Holzminden eingerichteten Sonderkommission „Burg“ auf die richtige Spur. Die verdächtigen Männer sollen bereits seit Längerem observiert worden sein.

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