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Rinteln Ortsteile Radweg gestrichen
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Radweg gestrichen
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13:32 11.03.2018
Eng ist es auf der sanierungsbedürftigen Kreisstraße zwischen Rolfshagen und Borstel. Der geplante Radweg wird trotzdem noch nicht gebaut. Quelle: la

Zunächst waren die notwendigen Grundstücksankäufe schwierig, dann fehlten die Gelder.

2017 sollte es dann endlich so weit sein und die Durchführung der Baumaßnahme, die längst durchgeplant war, beginnen.

Vor genau einem Jahr hieß es dann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dass noch restliche Ausführungsplanungen erstellt werden müssen und der Baubeginn daher auf den Herbst 2017 verschoben wird. Doch der Baubeginn verzögerte sich abermals. Im Herbst beschloss man, den Baubeginn noch einmal zu verschieben, um eine Winterbaustelle zu vermeiden. Jetzt wurden von der Landesbehörde die Fördermittel für den geplanten Radweg gestrichen.

„Das hat wohl auch etwas mit der Änderung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu tun“, sagte Markus Brockmann von der Straßenbaubehörde auf Anfrage. In diesem Gesetz stehen sogenannte Entflechtungsmittel des Bundes zur Verfügung, die vom Land für kleinere Investitionen im kommunalen Straßenbau und Öffentlichen Personennahverkehr verteilt werden. Dieses Gesetz wird derzeit verändert und soll vom Land voraussichtlich im Sommer dieses Jahres verabschiedet werden. Dann könnten wieder Fördermittel fließen. „Der Straßenausbau ist ohnehin nicht förderfähig. Daher hat man sich dazu entschlossen, die Kreisstraßen 65 und 69 zwischen Borstel und Rolfshagen auszubauen und den Radweg zunächst nicht zu bauen“, erklärte Brockmann.

Start steht in den Sternen

Die maroden Straßen mit ihren Schlaglöchern, Flickstellen und aufgebrochenen Straßenrändern sind sanierungsbedürftig. Das Befahren ist, vor allem bei Begegnungsverkehr, oft gefährlich. Geplant sind eine Substanzverbesserung des vorhandenen Fahrbahnaufbaus im Zuge der K65 und eine Deckensanierung der K69. Wann begonnen wird, ist aber völlig offen. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr ausgeschrieben wird“, so Brockmann.

Wie lange die Auetaler in dem Bereich noch auf den Lückenschluss des Radweges warten müssen, steht dagegen in den Sternen. Dabei handelt es sich bei dem etwa einen Kilometer langen Teilstück – die anderen Bereiche in den Ortsdurchfahrten Borstel und Rolfshagen wurden bereits mit Radwegen versehen – um eine wichtige Verbindung, vor allem für Kinder und Jugendliche, die im Sommer mit dem Rad von Borstel nach Rolfshagen fahren möchten. Ohne Radweg ist das Befahren der viel befahrenen und schmalen Kreisstraßen gefährlich.la

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