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00:19 15.01.2018
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ROLFSHAGEN

Noch stehen dort Möbel, es wurde noch nicht alles ausgeräumt. Viel wichtiger für die Rolfshäger aber ist, dass der Kontoauszugdrucker und der Geldautomat noch an gewohnter Stelle stehen. Daran soll sich nach Auskunft der Sparkasse Schaumburg auch nichts ändern. „Der SB-Standort dort an der Rolfshagener Straße, einer Durchgangsstraße, ist optimal. Das Familienzentrum und der Bäcker sind in der Nähe und der SB-Standort so von vielen gut erreichbar“, sagte Marktbereichsleiter Dirk Ackmann.

Die Fläche im Erdgeschoss, also die ehemalige Geschäftsstelle, soll nun vermietet werden. Das Gebäude ist Eigentum der Sparkasse Schaumburg und im Obergeschoss sowie im Keller sind die Räume vermietet. „Wir suchen gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Kraschewski und Ortsvorsteher Rüdiger Teich nach Lösungen, die im Rahmen der Dorfstruktur liegen“, so Ackmann.

Teich wünscht sich Nachnutzung im Bereich Pflege 

„Die Schließung der Geschäftsstelle der Sparkasse Schaumburg in Rolfshagen ist ein Einschnitt in die Infrastruktur, aber Wehklagen hilft nicht“, hatte Teich während des Neujahrsempfangs festgestellt. Kreativität und Einsatz vor Ort seien nun gefragt, um aus der entstandenen Situation das Beste für die Zukunft des Ortes zu machen. „Als Nachnutzung der frei gewordenen Flächen steht für mich an erster Stelle das Gesundheits- und Pflegewesen sowie die Grundversorgung von Senioren“, so Teich. Er wünscht sich eine Außenstelle eines Hausarztes, eine Praxis für Hand- und Fußpflege, eine Tagespflegeeinrichtung oder Ähnliches. „Aber auch eine Nachnutzung im Bereich Einzelhandel wäre aus meiner Sicht sinnvoll für Rolfshagen“, so Teich, der dabei zum Beispiel an eine Fleischereifiliale denkt.

„Das Sparkassenhaus in Rolfshagen ist für die Gemeinde von großem Interesse“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski. Allerdings müsse man realistisch bleiben. Eine Arztpraxis wäre zwar wünschenswert für Rolfshagen, aber wohl kaum umsetzbar. Schließlich sei der Ärztemangel in Deutschland inzwischen sehr groß und vor allem in ländlichen Regionen bereits jetzt deutlich spürbar. Auch eine Außenstelle der bestehenden Hausarztpraxis Rehren sei wohl kaum realistisch, da die beiden Ärztinnen in Rehren bereits gut ausgelastet seien.

Einen langfristigen Leerstand soll es nicht geben und erste Interessenten soll es auch bereits geben. Aus welcher Branche oder ob Privatpersonen ist noch unbekannt. la

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