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Rinteln Ortsteile Teichbreite kann bebaut werden
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Teichbreite kann bebaut werden
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23:05 09.11.2018
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Einstimmig waren sie dafür, den Bebauungsplan jetzt öffentlich auszulegen.

„Wir sind seit zehn Jahren dabei, und wir können froh sein, mit der Volksbank in Schaumburg einen Investor gefunden zu haben, der das Risiko für die Erschließung des Baugebietes mit der Gemeinde übernimmt“, stellte Manfred Spenner (SPD) vor der Abstimmung in der jüngsten Bauausschusssitzung fest.

Zuvor hatte der Planer Matthias Reinold noch einmal die Änderungen im Bebauungsplan vorgestellt. Ein Rotmilan-Pärchen, dass sich in dem Bereich niedergelassen und in diesem Jahr dort gebrütet hat, hatte die Beschlüsse für das Baugebiet verzögert (wir berichteten).

„Hier haben wir jetzt Lösungen gefunden“, so Reinold: Ausgleichsflächen sowie der Kompromiss, dass, sollte der Rotmilan im nächsten Jahr wieder dort brüten, einzelne Bauvorhaben zeitlich verschoben werden. „So lange dauert die Brutzeit nicht. Das kann man machen“, meinte Reinold. Der Planer erläuterte noch einmal, wie mit dem anfallenden Oberflächenwasser umgegangen werden soll. Gleich zwei Regenrückhaltebecken sind geplant, wobei eines ohnehin für den Bereich des Baugebietes „Dr.-Oetker-Straße und Ortheide“ vorgesehen war. Außerdem wird es Entwässerungsmulden geben, durch die das Regenwasser in die Becken geleitet wird. „Aufgrund dieser Maßnahmen ist nicht mehr mit Überschwemmungen zu rechnen, auch nicht bei Starkregen“, so der Planer. Der Lärmschutz sei berücksichtigt und die Bebauung auf Einfamilienhäuser mit einer Höhe von 9,50 Metern festgelegt worden.

Kreisverkehr im neuen Wohngebiet

Alles schien harmonisch, und auch die acht Anwohner, die den Sitzungsverlauf aufmerksam verfolgten, schienen mit den Planungen zufrieden. Doch nach der Abstimmung, beim Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“, meldete sich Uwe Gerber zu Wort. „Ich wohne seit 35 Jahren in der Königsbergerstraße – am Ende der Sackgasse. Und ich möchte, dass die Straße eine Sackgasse bleibt“, so Gerber.

Geplant ist, dass der Verkehr im neuen Wohngebiet im Kreis verläuft und durch die Königsbergerstraße sowie die Dr.-Oetker-Straße abgeleitet wird. „30 Häuser, das bedeutet 60 Autos und zehn Motorräder – und durch die Dr.-Oetker-Straße wird kaum jemand fahren, denn die ist zu klein und schmal“, gab Gerber zu bedenken.

„Der Verkehr wird sich teilen, aber nur, wenn wir keine Sackgasse haben“, stellte Bürgermeister Heinz Kraschewski fest und fügte ironisch an, „Wenn wir dort zwei Sackgassen einrichten, dann kommt nur noch der Rotmilan auf das Grundstück.“

Gerber will sich damit nicht zufriedengeben. „Ich habe nichts gegen das Baugebiet, aber ich werde alles daran setzen, dass die Königsbergerstraße eine Sackgasse bleibt und ich dort die Ruhe genießen kann.“ Bleibt abzuwarten, ob der Anwohner den Start der Vermarktung der Grundstücke durch die Volksbank verzögern kann. „Wir haben alles bei den Planungen berücksichtigt. Ich bin sicher, dass 2019 wie geplant mit dem Bau der ersten Häuser begonnen wird“, sagte Reinold dazu. la