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00:24 30.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Hohenrode

Zurzeit gebe es noch nicht einmal eine Planung, aufgrund derer man die Arbeiten ausschreiben könnte. Dass es grundsätzlich aber losgeht, kann man in Hohenrode bereits besichtigen: Die Bäume am Spielplatz gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus, wo das neue Gerätehaus gebaut werden soll, sind gefällt. Man habe das noch im Februar gemacht, betonte Wendt, weil es aus Naturschutzgründen später nicht mehr möglich sei.

Zurzeit geht man bei der Stadtverwaltung davon aus, dass das Feuerwehrhaus – anders als in Exten – kein Flachbau wird, sondern einstöckig, also Garagen unten, Versammlungsraum oben. Mehr gebe die Fläche am Dorfgemeinschaftshaus auch nicht her. Noch sind rund um das zu bauende Haus viele Fragen offen. Wohin wird der Spielplatz verlegt? Angedacht ist, die Geräte auf das Gelände des Hohenroder Gartenprojekts „MGZ“ zu verlegen MGZ steht für „Miteinander anbauen, gemeinsam ernten, zufrieden leben“. „Aber sicher ist das noch nicht“, betonte Wendt, weil es im Dorf unterschiedliche Meinungen gebe.

Kirchweg als Einbahnstraße?

Damit Feuerwehrfahrzeuge beim Einsatz sicher aus- und später wieder einrücken können, müssen auch die Zufahrt und die Verkehrsführung geändert werden. Im Gespräch ist, den Kirchweg zur Einbahnstraße zu machen. Bestätigen wollte Wendt dies aber nicht. Schon deshalb, weil die Feuerwehrunfallkasse noch ein Wort mitzureden habe, sei das noch offen.

Unter Kommunalpolitikern hält sich hartnäckig das Gerücht, das Gerätehaus werde voraussichtlich doppelt so teuer wie geplant. Wendt winkte ab: Da es noch keine endgültige Planung gebe und damit keine ausschreibungsreifen Unterlagen, also keine Ausschreibung, geschweige denn Ergebnisse, sei es zurzeit sinnlos, über die genauen Kosten zu spekulieren.

SPD-Fraktionschefin Astrid Teigeler-Tegtmeier bestätigte, dass selbst in der Politik keine konkreten Zahlen bekannt seien. Auch sie hält es für zu optimistisch, dass das Haus noch in diesem Jahr fertig wird. Mit ein Grund: Das städtische Bauamt sei nach dem Weggang von Elena Kuhls „nicht mehr gerade üppig ausgestattet“.

Faktor Barrierefreiheit

Zudem könnte sich auch noch der Rintelner Behindertenbeirat in die Diskussion einmischen und fordern, dass Feuerwehrhäuser grundsätzlich ebenerdig gebaut werden müssten, wenn ein Versammlungsraum eingeplant ist. Dazu gebe es eine Stellungnahme des Sozialministeriums. Das hatte Manfred Pollmann, Vorsitzender des Behindertenbeirates, unter anderem Bürgermeister Thomas Priemer in einem Schreiben mitgeteilt.

Logische Lösung: Das Hohenroder Gerätehaus bekommt statt eines Versammlungsraums ein größeres Dienstzimmer im oberen Geschoss. Für Teigeler-Tegtmeier ist klar: Ein Feuerwehrhaus ist ein Dienstgebäude. Wenn sich die Feuerwehrsenioren treffen oder feiern wollen, gibt es dafür in Hohenrode ein paar Schritte weiter entweder das Dorfgemeinschaftshaus oder die Pfarrscheune. wm