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Rinteln Ortsteile Wohin soll der neue Kindergarten?
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00:17 05.02.2016
Der Kindergarten in Deckbergen ist in einem Fachwerkhaus untergebracht. Eine Erweiterung erscheint schwierig. Quelle: tol
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Deckbergen

Das geht dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis mit seinem Kita-Verband als Träger der jetzigen Einrichtung an der Kirche ebenso zu schnell wie der Stadt Rinteln, die die Kinderbetreuung dort per Vertrag an die Kirche übertragen hat. Immerhin: Alle sehen den Bedarf, und ein Grundstück für einen Neubau wird schon gesucht.

Das Fachwerkhaus an der St.-Petri-Kirche ist relativ klein, das Grundstück lässt keine Erweiterung zu, räumt Pastor Matthias Mau ein. Und sein Pfarrhaus auf der anderen Seite der Kirche eigne sich ebenfalls nicht: zu alt, zu hohe Umbaukosten. Ein Neubau wäre besser.

Das sehen auch Bürgermeister Thomas Priemer und Superintendent Andreas Kühne-Glaser als neuer Vorsitzender sowie Harm Schlüter vom Kirchenamt Wunstorf als Geschäftsführer des kirchlichen Kita-Verbands im Kirchenkreis Grafschaft Schamburg so.

Priemer ist an zuverlässig guten Kita-Angeboten in der Stadt interessiert, die Kirche legt ebenfalls ziemlich einheitliche Qualitätsmaßstäbe an. Beide Seiten arbeiten mit je einer entsprechenden Fachkraft ständig am Qualitätsmanagement, schulen ihre Erzieher und Erzieherinnen entsprechend.

Wo liegt nun die Lösung? „Nah bei der Schule sollte sie sein, damit wir mit dem Schulbetrieb Synergien finden können“, erklärt Priemer. Sportstätten, Ganztagsbetreuung, beides wäre dann schon da.

Aber erst mal wird der Bedarf geklärt. Mareen Fennert vom Familienbüro wird im Mai bei der Sitzung des Sozialausschusses die neu ermittelten Bedarfszahlen vorstellen. Wie viele Eltern wollen wirklich einen Ganztagsplatz für ihre Kinder? „In Engern haben wir schon mal eine Pleite nach anfangs hohen Bedarfsanmeldungen für den Hort erlebt“, gibt Priemer zu bedenken.

Auch der Kirchenkreis will sich an der Investition beteiligen. Um wie viel Geld geht es? Die Stadt hat noch keine Summe ermittelt, nicht einmal ein Grundstück in Aussicht. Seit Monaten befasse man sich aber schon mit dem Thema, so Priemer.

Das Modell „Mieten von einem Investor“ will der Bürgermeister zwar grundsätzlich prüfen, aber nur, wenn es mit belastbaren Zahlen vorgelegt wird. Bisher habe er von dem örtlichen Bauunternehmer dazu noch nichts gelesen außer dem Zeitungsbericht. Harm Schlüter räumt aber ein, dass es in anderen Kirchenkreisen schon solche Lösungen für Kindergärten gebe.

Geld für den Neubau des momentan 46 Plätze bietenden und vollen Kindergartens gibt es auch noch nicht. Haushaltsmittel könnten nach allen Vorermittlungen erst für 2017 eingeplant werden. Die planerischen Voraussetzungen müssten geschaffen werden, frühestens zum Kita-Jahr 2017/2018 wäre eine Lösung realisierbar. dil

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