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Rinteln Ortsteile „Wunder, dass nicht noch mehr passiert“
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile „Wunder, dass nicht noch mehr passiert“
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00:30 23.04.2018
Blick in die Sitzung des Ortsrats am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Schaumburg. Quelle: cm
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SCHAUMBURG

Neben zuvor interfraktionell abgestimmten Themen wie der Verteilung der Haushaltsmittel auf die dörflichen Vereine und der Ernennung von Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, der in seine vierte Amtszeit geht, gab es jedoch auch einen Antrag, der lebhafte Gespräche zur Folge hatte.

Mit „Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der Bundesstraße 83 im Bereich der Ortschaften Deckbergen, Schaumburg und Westendorf“ hatte die SPD-Fraktion ihren Antrag überschrieben.

Die Forderungen im Detail:

Überholverbot auf der Strecke zwischen Westendorf und Deckbergen, Tempo 70 durchgängig für den aus Richtung Hameln kommenden Verkehr von der Kreuzung B83/Rehre/Heinrich-Kohlmeier-Straße bis zum Ortseingang, Tempo 70 auch im Bereich der Einmündung der Straße „Unter der Schaumburg“.

Birte Bredemeier, die den Antrag vortrug, betonte, es habe in den letzten Jahren in den genannten Abschnitten immer wieder schwere Verkehrsunfälle mit erheblichen Personenschäden gegeben. Zudem würde mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses im Kreuzungsbereich B83/Ostendorfer Straße eine ganz neue Verkehrsplanung notwendig werden.

Häufig kritische Situationen

Dass man beim Befahren der B83 im Ortsbereich wirklich häufig kritische Situationen erleben muss, wurde sofort von allen Anwesenden bestätigt. Es sei schon beinahe ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert. „Sich von der Schaumburg kommend nach links auf die Bundesstraße einzufädeln, wo der Verkehr mit Tempo 100 heran rauscht, das ist ein echt riskantes Unterfangen“, so die persönliche Erfahrung von Bredemeier. „Und diese Senke im Verlauf der B83 zwischen Westendorf und Deckbergen, die verführt Ortsunkundige immer wieder zu total gefährlichen Überholmanövern. Da siehst du nämlich den Gegenverkehr streckenweise überhaupt nicht, beziehungsweise erst wieder, wenn es zu spät ist“, stimmte auch Heinrich Sasse zu, und sorgte mit seiner Bemerkung „es sei denn, da kommt August mit seinem großen Trecker und der Leuchte oben drauf“ trotz des ernsten Themas für einige Lacher.

Es wurde auch durchaus Skepsis zu den vorgeschlagenen Maßnahmen geäußert. So kam der Einwand zur Sprache, das Schilder auch nichts bringen würden, weil beispielsweise beim letzten schweren Unfall ein Autofahrer im Überholverbot eben doch überholt habe. Auf der Ortsratssitzung wurde beschlossen, den Antrag bei der Stadtverwaltung einzureichen. Verbunden damit ist die Bitte, diesen durch die zuständige Verkehrsbehörde prüfen und umsetzen zu lassen.

Ulrich Kipp, als Vertreter der Rintelner Stadtverwaltung anwesend, erklärte, dass es zumindest bei der Forderung nach Tempo 70 in Höhe der Straße Unter der Schaumburg, Schwierigkeiten mit der Zuständigkeit geben könnte. Dieser Abschnitt gehöre nämlich zum Landkreis Hameln/Pyrmont. cm

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