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Rinteln Stadt 100.000 Euro gegen Schlamm
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt 100.000 Euro gegen Schlamm
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00:18 06.01.2018
Auf dem Boden der Graft hat sich im Laufe der Zeit eine dicke Schlammschicht aufgebaut.  Quelle: mld
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RINTELN

Das erläuterte Rintelns Baudezernentin Elena Kuhls auf der jüngsten Sitzung des Rintelner Ortsrates. Warum das nicht regelmäßig gemacht werde, fragte Stephan Jacob (Grüne) – könnte man dadurch nicht den hohen Kostenaufwand vermeiden? Dies könne der Bauhof nicht leisten, antwortete Matthias Wehrung (CDU). Jahrzehntelang sei nichts passiert, und in der ganzen Zeit sei viel Laub und Geäst in die Graft gefallen. Das müsse ein professionelles Unternehmen machen.

 Das bestätigt auch Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann auf Anfrage unserer Zeitung: Der Bauhof habe allein nicht die Gerätschaften, um die Graft auszubaggern. Deshalb werde eine externe Firma beauftragt.

4000 Quadratmeter groß

 „Die Graft ist ungefähr 4000 Quadratmeter groß“, so Hartmann. Bei einem halben Meter Schlamm handele es sich um 2000 Kubikmeter, die herausgeholt werden müssten. Ein normaler Lkw fasse zehn Kubikmeter – da könne man sich leicht ausrechnen, welche Kolonnen man dafür braucht. „Das ist nicht innerhalb von einer Woche gemacht“, so Hartmann.

 Wie lange es her ist, dass die Graft ausgebaggert wurde, mag Hartmann nicht genau zu sagen – mindestens „20 oder 25 Jahre“. Matthias Wehrung schätzt, dass dies länger her sein muss. Seit 1984 habe es eine Ausbaggerung gegeben, sagte er bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Denkmalschutz. „Schön, dass das jetzt in Angriff genommen wird.“

 Bereits im Frühjahr hatte Hartmann versucht, Geld für die Arbeiten loszueisen – doch der Posten sei gestrichen worden, sagte er im April gegenüber unserer Zeitung. Immer wieder sind die Ausgaben für die Arbeiten verschoben worden: Andere Posten hatten Vorrang.

Modergeruch in der Luft

 Er schildert allerdings auch, dass nun endlich etwas passieren sollte. Je mehr Blätter und Äste auf den Boden der Graft sinken, desto mehr Schlamm baut sich auf. Der Laubeintrag modert unter Sauerstoffabschluss vor sich hin und „stinkt“, so Hartmann. Das würden die Fische nicht mögen. Manche würden wegen des mangelnden Sauerstoffs sterben. Zeitweise führe die Graft außerdem so wenig Wasser, dass Blätter und Geäst herausschauten und Modergeruch in der Luft liegt.

 Sobald eine Firma feststeht, soll es einen Ortstermin geben, um festzulegen, welche Arbeiten genau notwendig sein werden. Wenn die Graft ausgebaggert wird, soll nämlich auch die Westseite in Angriff genommen werden, weil sie schlecht zugänglich sei, so Hartmann. Zumindest wolle man hier die Graskanten freischneiden.

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