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Rinteln Stadt 28-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt 28-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt
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23:17 16.05.2018
Quelle: dpa
Rinteln

Zwei Auseinandersetzungen mit einer Vielzahl von Beteiligten, zwei Angeklagten und einem Opfer konnten jetzt vor dem Amtsgericht nicht restlos aufgeklärt werden. Letztlich endete der Prozess um Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung mit einer Verurteilung in einem Fall: Unstrittig war die Tat eines Arbeitslosen (28), der einem 33-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht verpasste.

Richter Simon Langer quittierte dies mit einer Geldstrafe von 2100 Euro (140 Tagessätze zu je 15 Euro). Durch den Schlag erlitt das Opfer eine blutende Wunde im Mund, die genäht werden musste.
Im Frühjahr 2017 kam es zu mehreren Vorfällen zwischen dem Opfer und zwei jetzt angeklagten Brüdern. Seit geraumer Zeit hatte es Streit gegeben, Hintergrund war offenbar die Beleidigung einer Frau durch den 33-Jährigen. Einer der Brüder kündigte daraufhin an, mit mehreren Personen in Rinteln erscheinen zu wollen.

So fuhren die in Westfalen lebenden Angeklagten an einem Aprilabend in die Weserstadt – laut Anklage in Begleitung von mindestens zehn weiteren unbekannten Personen. Ein Lockvogel soll den 33-Jährigen dann zu einem Treffen in der Innenstadt bewegt haben. Dort versetzte der Arbeitslose dem Opfer einen Faustschlag und soll auch eine Pistole gezogen haben. So berichteten es zumindest zwei Zeugen vor Gericht. „Ich hatte definitiv keine Waffe“, beteuerte dagegen der Angeklagte.

Er will seinerseits einen Messerstich abbekommen haben. Nach Angaben eines Zeugen könnte das versehentlich durch einen Mann mit einer langen Machete passiert sein. Das Verfahren wegen der Bedrohung mit der Pistole wurde schließlich eingestellt.

Mit einer Einstellung endete auch das Verfahren gegen den ebenfalls angeklagten Bruder (23): Dieser soll zwei Monate nach dem ersten Zwischenfall erneut in Rinteln beim Opfer aufgetaucht sein. Laut Anklageschrift führte er eine achtköpfige Gruppe an, mit Schlagstock. Der 33-Jährige konnte in sein Haus flüchten. Später soll die Tür beschädigt worden sein. Das wurde im Hinblick auf weitere Verfahren eingestellt, denen sich der Mann vor dem Jugendschöffengericht in Herford stellen muss.  maf