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Rinteln Stadt 50.000 Euro kostet der „wilde Müll“
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt 50.000 Euro kostet der „wilde Müll“
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00:17 12.02.2016
Unser Leser Jan Hoppe hat in Exten am Weserufer hinter der Kirche diese illegal entsorgten Möbelstücke fotografiert. Quelle: pr.
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Rinteln

Erst gestern berichteten die SN über in Schaumburg deponierte Kühlschränke. Auch in Exten hatte wieder jemand seinen Sperrmüll – darunter Stühle, ein Sofa und ein Fernseher – mitten in der Natur entsorgt. „Besonders schockierend ist in diesem Fall, dass die Übeltäter hierbei einen sehr entlegenen und schlecht anzufahrenden Ort gewählt haben, um auch garantiert nicht erwischt zu werden“, findet Hoppe.

 Für den Abtransport dieses sogenannten „wilden Mülls“ ist in Schaumburg die „Untere Abfallbehörde“ des Landkreises zuständig. Hans-Hermann Jakobus vom Amt für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft erklärt, dass man im Vergleich zu den Vorjahren zwar kein gesteigertes Aufkommen „wilden Mülls“ feststellen konnte, aber schon die „übliche“ Menge sei ärgerlich genug. Schließlich verursacht sie durch den Abtransport Kosten von 50.000 Euro für die Allgemeinheit, die letztlich jeder über höhere Gebühren tragen müsse.

 Also liege es auch im Interesse jedes Einzelnen, Hinweise auf diese Müllsünder bei der Abfallbehörde zu geben. Denn meist lässt sich im Nachhinein nicht ermitteln, wer dort seinen Müll deponiert hat. Außer, es handelt sich um die besonders schlaue Variante des Müllsünders, der zusammen mit seinen Altmöbeln auch gleich den Papiermüll entsorgt – inklusive Kontoauszügen, Dokumenten und Briefen samt Anschrift.

 In den anderen Fällen sei die Behörde aber über jeden Hinweis auf den Verursacher dankbar, erklärt Jakobus. Diese würden dann auch entsprechend eines umfangreichen Bußgeldkataloges (siehe Kasten) abgestraft werden – und das kann gerade bei Elektromüll teuer werden.

 „Dabei können Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten sogar kostenlos entsorgt werden“, sagt Jakobus. „Der Bürger, der seinen Fernseher illegal am Weserufer deponiert, hätte das auch kostenlos bei uns tun können.“ Und wer nicht mehr mobil sei, bei dem hole man den Elektroschrott – gegen eine Gebühr – zu Hause ab.

 Bei allem Ärger über die Umweltverschmutzung hat Hoppe auch einen Wunsch an die Verwaltung: „Grundsätzlich sollte der Landkreis über eine Alternative und kostengünstigere Entsorgungsmöglichkeit für Menschen mit kleinem Geldbeutel nachdenken, denn genau darin liegt ja der Keim für das Übel der wilden Müllablegungen.“

 Und tatsächlich: Während beispielsweise der Landkreis Hameln-Pyrmont die Sperrmüllentsorgung zweimal im Jahr für bis zu vier Kubikmeter kostenlos organisiert, greift man in Rinteln etwas tiefer in die Tasche. Zehn Euro pro angefangenen Kubikmeter kostet es jene, die Sperrmüll am Recyclinghof abgeben. Und wer ihn vor der eigenen Haustüre abholen lassen möchte, zahlt gleich 30 Euro pro Kubikmeter. Trotzdem ist das natürlich keine Entschuldigung für die Ablage des Mülls in der Natur.

 Was sich dagegen ein Rintelner gedacht haben muss, der 2015 den Inhalt eines kompletten Dixi-Klos – inklusive Klopapier und allen anderen unschönen Begleitern – illegal entsorgt haben soll, weiß niemand. jak 

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