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Rinteln Stadt Millionensanierung – muss das sein?
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Millionensanierung – muss das sein?
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00:17 27.05.2016
Warnschild am Ortseingang von Möllenbeck. Quelle: jan
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Rinteln

Normalerweise ist wohl jeder Autofahrer froh darüber, wenn Vater Staat tief in die Tasche greift, um marode Straßen instand zu setzen, doch in diesem speziellen Fall mag sich der eine oder andere fragen, ob das denn wirklich notwendig ist. Immerhin muss der Bund rund 1,1 Millionen Euro für die Baumaßnahme ausgeben – kein Pappenstiel.

 Wer auf dem betreffenden Streckenabschnitt arglos mit dem Auto unterwegs ist, wird nicht gerade heftige, von veritablen Schlaglöchern herrührende Stöße im Fahrersitz verspüren. Hier und da, hauptsächlich zwischen der Abfahrt Rinteln Mitte (Exten) und dem Ortseingang von Möllenbeck, holpert es ein wenig, was auf Risse, Flickstellen und – gemessen an allseits bekannten kaputten Straßen – eher kleine Aufbrüche im Asphalt zurückzuführen ist. Von einer katastrophalen Lage kann dort indes keine Rede sein. Auf dem Abschnitt zwischen den Abfahrten Rinteln Mitte und Rinteln Nord erscheint der Zustand der Fahrbahn dem anspruchslosen Laien sogar als fast vollkommen normal.

 „Kann sein, dass der eine oder andere die Schäden gar nicht so wahrnimmt, obwohl sie da sind“, sagt Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, auf Anfrage. Zudem liege es nahe, den Bundesstraßenabschnitt als noch recht passabel anzusehen im Vergleich zu so mancher maroden Landesstraße, die lange darauf warten muss, bis sie endlich saniert wird, „weil die Finanzlage nicht so gut ist“.

 Wer meldet denn die Schäden, die eine Sanierung angesagt erscheinen lassen? „Zum Beispiel die Straßenmeistereien. Die fahren ihre Strecken ab und melden Schäden in der Fahrbahn an uns“, sagt Weiner-Kohl. „Zudem sind wir ja auch selber auf unseren Straßen unterwegs und machen uns ein Bild.“ Ein wichtiges Werkzeug bei der Erfassung von Schäden und deren Beurteilung ist nicht zuletzt das sogenannte „Erhaltungsmanagement Straßen“, das alle fünf Jahre aktualisiert wird. „Damit können wir den Straßenzustand im Computer ablesen und dann gegebenenfalls selber noch mal vor Ort nachschauen.“

 Bei der Fahrbahnerneuerung an der B238 werden in drei Bauabschnitten – beginnend am Ortseingang von Möllenbeck – Asphaltschichten abgefräst, auf zwei Zentimeter neu aufgebaut und stellenweise mit Bitumen erneuert. Dafür gibt die Landesbehörde 1,1 Millionen Euro aus – Geld, das nach Auskunft von Weiner-Kohl nicht einmal umständlich beantragt werden muss. „Bis zu einem bestimmten Betrag können wir selber entscheiden“, sagt die stellvertretende Behördenleiterin. jan

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