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Rinteln Stadt Berufung zurückgenommen: Kein Führerschein, aber Amphetamine im Blut
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Berufung zurückgenommen: Kein Führerschein, aber Amphetamine im Blut
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00:28 30.04.2015
Quelle: dpa
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Rinteln/Bückeburg

Bei der Tat war der alleinerziehende Vater mit einem BMW zunächst vor einem Polizeiwagen davongefahren, konnte später aber an der Grafensteiner Höhe gestellt werden.

 Weil er mit diesem Urteil des Rintelner Amtsgerichts nicht einverstanden war und eine geringere Strafe anstrebte, legte er Berufung ein. Nach kurzer Verhandlung vor dem Bückeburger Landgericht platzte jedoch seine Hoffnung schnell – unter anderem, weil bislang unbekannte weitere Vorstrafen des Angeklagten im Prozess ans Licht kamen. Daraufhin nahm er seine Berufung zurück, es bleibt somit beim Rintelner Urteil.

 Der Fall: An einem frühen Morgen im Dezember 2013 kam einer Polizeistreife gegen 5 Uhr auf der Steinberger Straße ein BMW mit Bielefelder Kennzeichen entgegen. Die Beamten entschlossen sich, den Wagen zu kontrollieren und wendeten. Sie folgten dem zügig davonfahrenden BMW, der schließlich auf einen Parkplatz an der Grafensteiner Höhe abbog.

 Ohne Licht rollte das Auto auf eine Grünfläche. Allerdings sahen die Polizisten in der Dunkelheit die Bremsleuchten des BMW. Bei der Kontrolle des mit zwei Männern besetzten Wagens saß der Angeklagte mit stark geröteten Augen und großen Pupillen auf dem Fahrersitz. In seinem Brustbeutel fanden die Ordnungshüter eine weiße Substanz: Amphetamine. Der Mann räumte auch ein, diese Drogen etwa sechs Stunden vor der Fahrt genommen zu haben.

 Nachdem der 26-Jährige 2013 bereits zweimal wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu Geldstrafen verurteilt worden war, kassierte er in Rinteln für diese Tat eine Bewährungsstrafe. Dies ist bei derartigen Vergehen die übliche Sanktion. Zudem hatte nur einen Monat vor der Fahrt an der Grafensteiner Höhe das Amtsgericht Bielefeld acht Monate auf Bewährung wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls gegen ihn verhängt.

 Im Berufungsverfahren wurden weitere Verurteilungen aus dem Jahr 2014 bekannt, die bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht noch nicht in seinem Strafregister gestanden hatten: ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und zwei weitere Fahrten ohne Fahrerlaubnis. Da erkannte der Angeklagte die Aussichtslosigkeit seiner Berufung und nahm diese zurück. maf

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