Im vergangenen Jahr hatte der Angeklagte insgesamt sieben LCD-Fernseher für zumeist 1000 Euro über eine Internetplattform veräußert. Die Kunden überwiesen den jeweiligen Kaufpreis, die Geräte wurden jedoch nie geliefert. Dies konnte der Rintelner auch gar nicht, weil er die Geräte überhaupt nicht besaß. In einem anderen Fall verkaufte er ein Notebook für 600 Euro, kassierte wiederum das Geld, ohne die Ware liefern zu können.
Diese Taten geschahen vor dem Hintergrund seiner Drogensucht. „Ich war zu der Zeit stark kokainabhängig und brauchte ständig Geld“, erklärte der reumütige Angeklagte.
Bei zwei weiteren Betrügereien prellte er Geschäfte in Rinteln und Porta Westfalica. Dort kaufte er Artikel für insgesamt 140 Euro und bezahlte mittels EC-Karte im Lastschriftverfahren. Das Problem: Sein Konto war schon gelöscht und wies somit keine Deckung mehr auf.
Darüber hinaus wurde der Arbeitslose wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Im Februar 2009 steuerte er einen Mercedes unter dem Einfluss von Kokain und Amphetaminen durch die Innenstadt. Einen Führerschein hatte der Mann nicht mehr.
Inzwischen hat der Angeklagte die Zusage für eine stationäre Drogentherapie, die er auch unbedingt antreten will. Vielleicht sei dies seine letzte Chance, erkannte der 33-Jährige selbst. maf
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