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Rinteln Stadt Fußballer verurteilt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Fußballer verurteilt
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00:17 20.03.2016
Quelle: Symbolfoto
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Rinteln/Burgwedel

Der 28-jährige S. hatte Bilder von sich selbst und von Mannschaftskameraden in einem Internetportal für nicht offen homosexuell lebende schwule Männer hochgeladen. Anschließend soll er Männer, die sich gemeldet haben, erpresst haben – unter Androhung, sie zu outen. Zumindest in dem Fall, der in Burgwedel verhandelt wurde, gilt das nun mit dem Urteil als bewiesen. Opfer war dort ein Mann aus Wedemark gewesen. Er hatte S. 2300 Euro für dessen Schweigen bezahlt. Kläger war die Staatsanwaltschaft Hannover.

Mit blauem Auge davongekommen

In einem finanziell gewichtigeren Fall soll S. mehr als 100 000 Euro von einem Mann aus Hameln erpresst haben. Kläger ist hier die Staatsanwaltschaft Bückeburg. Der Fall dürfte in Rinteln verhandelt werden. Ein Termin steht noch nicht fest. Mit der Bewährungsstrafe ist S. in Burgwedel mit einem blauen Auge davongekommen. Angeklagt gewesen war er wegen gewerbsmäßiger Erpressung, was im Höchstfall 15 Jahre Haft bedeuten kann.

Richter Michael Siebrecht folgte weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft. In Betracht hatte man unter anderem gezogen, dass S. seine Tat gestanden und sich zwischenzeitlich mit dem Opfer ausgesöhnt hatte.

Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg hat auch S.’ Bruder K. angeklagt. Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche. Im SC Rinteln war S. dem Vernehmen nach für einen aufwendigen Lebensstil bekannt, der nicht mit seiner Arbeitslosigkeit zusammenpasste.

Im vergangenen Jahr waren die Brüder während eines Trainings festgenommen worden. S. stand aber nach Darstellung des Vereinsvorsitzenden Heinz Kraschewski schon seit Langem nur noch sporadisch für den SC auf dem Platz. Er hatte Probleme mit dem Knie. jcp

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