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Rinteln Stadt Car-Sharing kommt nach Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Car-Sharing kommt nach Rinteln
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00:16 26.06.2016
In Großstädten wie hier in Berlin gibt es vielfach schon Car-Sharing-Angebote. Quelle: dpa
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RINTELN

Denn bei Car-Sharing – obwohl ein Wirtschaftsunternehmen – ist auch die Rintelner Verwaltung im Boot. Diese soll kostenlose Parkplätze für die zehn Fahrzeuge bereitstellen, die für die Weserstadt eingeplant sind. Und Car-Sharing-Nutzer müssen sich zunächst mit ihrem Führerschein und Personalausweis anmelden, ehe sie eine Chip-Karte bekommen, um die Mietfahrzeuge nutzen zu können. Das soll, so die Idee, im Bürgerbüro im Rathaus stattfinden.

 Der Anstoß, ein Car-Sharing-Unternehmen nach Rinteln zu holen, kam von den Grünen und hat dann auch die Unterstützung aller Ratsfraktionen gefunden. Ab September vorigen Jahres fragte die Verwaltung bei verschiedenen Car-Sharing-Anbietern in Deutschland nach, ob sie bereit seien, in Rinteln einen Standort aufzubauen. Selbstverständlich ist das nämlich keineswegs, denn Car-Sharing rechnete sich bisher aus naheliegenden Gründen nur in Großstädten und Ballungsräumen. So winkten von sechs Anbietern fünf schon im Vorfeld ab.

 Nur das Unternehmen app2drive aus Aschaffenburg schickte einen Manager nach Rinteln, der das Konzept der Firma vorstellte. Einzige Vorbedingungen an die Stadt: Sie müsse für die Fahrzeuge kostenlose Parkplätze bereitstellen.

 Das Unternehmen, das auf 140 Standorten in 70 Städten vertreten ist, will sich dabei nicht auf Rinteln beschränken, sondern hat die Region bis Minden, Hameln, Stadthagen und Obernkirchen im Blick.

 Wie Alexander Egli, Marketingleiter bei der Russman GmbH & Co KG, zu der app2drive gehört, schilderte, habe man Erfahrungen auch „auf dem flachen Land“. So sei beispielsweise das Unternehmen in der Ferienregion Usedom vertreten. Außerdem habe sich die Stadtverwaltung Rinteln als Koordinator für die Region zur Verfügung gestellt und wolle helfen, weitere Städte und Gemeinden einzubinden.

 Wenn alles klappt, soll noch in diesem Jahr Car-Sharing in Rinteln angeboten werden. Geplant sei dabei ein Standortnetz mit „kurzen Wegen“ zum Fahrzeug. Möglich seien auch „One-Way-Fahrten“, das heißt: „Wer das Fahrzeug am Standort A bucht, kann es am Standort B wieder abgeben.“

 Wer mehr über das Unternehmen wissen möchte, findet Einzelheiten dazu im Internet auf der Homepage app2drive. Dort wird unter anderem die Fahrzeugflotte vorgestellt. Dort gibt auch es einen Kalkulator, mit dem man ausrechnen kann, was Car-Sharing im individuellen Fall kostet.

 Grünen-Ratsherr Christian Ochs ist sich sicher, dass dieses Modell in Rinteln funktioniert und damit beispielsweise Familien auf einen Zweitwagen verzichten könnten.

 App2drive ist übrigens auch auf 19 Flugplätzen vertreten. Aus einem ganz praktischen Grund: Firmenchef Peter Russmann ist selbst Flieger und hat erkannt: „Wie oft sitzt man unfreiwillig am Flugplatz fest. Schlechtwetter macht einen Start unmöglich, oder das bestellte Taxi kommt nicht.“ wm

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