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Rinteln Stadt Der erste Schritt
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00:18 05.02.2018
Der Brückentorkomplex soll Anziehungspunkt werden. Quelle: jan
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RINTELN

Bürgermeister Thomas Priemer hat deshalb Bauausschuss und Ortsrat zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen: „Dann muss der Investor die Pläne nicht zweimal vorstellen.“ Pläne, die Architekt Wolfgang Hein aus Obernkirchen entwickelt hat. Hein kennt den Brückentorkomplex wie kein Zweiter, er hatte vor acht Jahren schon einmal Umbaupläne dafür konzipiert.

Am kommenden Mittwoch wollen Bauausschuss und Ortsrat die erste förmliche Voraussetzung für die weiteren Planungen schaffen, das heißt, als ersten Schritt den Bebauungsplan für den Pferdemarkt ändern – und zwar in einem beschleunigten Verfahren. Der Verwaltungsausschuss beschäftigt sich dann am 14. Februar mit dem Thema, am 22. Februar kommt es in den Rat.

Dittel, der bereits große Bauvorhaben in der Region um Bremen realisiert hat, ist inzwischen auch im Schaumburger Land tätig. Er baut in Bückeburg im „Herder Quartier“ 37 seniorengerechte Mietwohnungen mit Tiefgarage, Ladengeschäfte für Dienstleister und eine Tagespflege (wir berichteten). Auch in der Ex-Residenz arbeitet Dittel mit Hein zusammen.

Wie Dittel den Brückentorkomplex modernisieren und umbauen will, ist im Prinzip bekannt: mit Einzelhandel und Brückentorsaal in den unteren beiden Geschossen. Auf den zwei Ebenen darüber sollen Wohnungen entstehen. Der turmartige siebengeschossige Hotelbereich wird saniert (die Zimmer bekommen einen Balkon), und im obersten Geschoss ist ein Panorama-Restaurant geplant. Parken können die künftigen Bewohner und Kunden in einer Tiefgarage mit 70 Stellplätzen auf zwei Ebenen.

Noch keine Veträge

Konkrete Verträge für die Wohnungen wie die Einzelhandelsflächen gibt es noch nicht. Dafür ist es in diesem Planungsstadium noch zu früh. Es gebe nur Vorgespräche mit potenziellen Interessenten, war zu hören. In der Verwaltungsvorlage für den Bauausschuss heißt es dazu: Das Bauvorhaben entspreche „den Empfehlungen des Masterplan Innenstadt der CIMA“.

Nächster Schritt, erklärte Priemer in einem Telefongespräch, sei das Bauleitplanverfahren. Und erst dabei gehe es dann auch um die neue Verkehrsführung am Pferdemarkt und um den Hochwasserschutz. Dieser spielt vor allem bei der geplanten Tiefgarage eine Rolle. In einem Verkehrsgutachten soll geklärt werden, wie man die Fußgängerzone künftig besser an das Brückentor anbinden kann. Da hier auch die L435 kreuzt, ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit im Boot. Idee ist dabei, wenn möglich, auf zwei Ampeln zu verzichten, was mehr Phasen für Fußgänger zum Brückentor erlauben würde. Auch das zweite große stadtbildprägende Bauvorhaben steht am Mittwoch auf der Tagesordnung der beiden Gremien: der zu ändernde Bebauungsplan „Schulzentrum“, Voraussetzung für den Neubau der IGS für rund 900 Schüler an der Burgfeldsweide auf einem 33315 Quadratmeter großen Areal.

Die gemeinsame Sitzung von Bauausschuss und Ortsrat am Mittwoch, 7. Februar, beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal Klosterstraße 20.

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