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Rinteln Stadt Die Expansion hat sich gelohnt
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00:16 13.11.2016
Beim Jubiläumsfest in Tours hält Klaus Dürkop seine Rede auf Französisch – zur Freude der französischen Partner und von mehr als 300 Gästen. Quelle: pr
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RINTELN

Die Rintelner Firma Weserwaben, gegründet im Jahr 1947, expandierte vor genau 50 Jahren nach Frankreich, um dort in einem neuen Werk, der Weser S.A.S., ihre damals sensationelle Entwicklung der Betonfenster zu produzieren.

Dürkop, der 30 Jahre lang die Geschäftsführung des Rintelner Mittelstand-Unternehmens innehatte, das sein Großvater und Vater aufbauten, zeigt Nachsicht, wenn jemand nicht sofort weiß, was genau es mit „Betonfenstern“ auf sich hat. Heute stellt man diese schlanken Fensterrahmen aus Beton zwar unter anderem wegen neuer Wärmeschutzverordnungen nicht mehr her, damals aber waren sie ein Renner. Die Rahmen ließen sich günstig mit einem von Weserwaben erfundenem Produktionsverfahren herstellen. Rahmen und Fensterglas waren dabei direkt verbunden, und einer der Vorteile bestand in ihrer großen Pflegeleichtigkeit.

In Frankreich war man so begeistert davon, dass Weserwaben dort zusammen mit französischen Aktionären das neue Werk aufbaute und bald täglich tausend Quadratmeter Betonrahmen produzierte. Und nicht nur das: Die Produktionsmethode, nämlich Betonbauteile nicht als ein Stück massives Beton, sondern im Inneren aus lauter kleinen „Waben“ herzustellen, eignet sich für alle möglichen Betonbauteile, wie sie in Rinteln und in Tours entstehen. Pfeiler, Pfosten und Balustraden, Mauersteine und -abdeckungen, ganze Mauer- und Zaumsysteme und dazu Gartensteine, die sich optisch von Natursteinen nicht unterscheiden lassen – das alles gehört zum Weserwaben-Programm und wird ständig durch neue hochwertige Nischenprodukte ergänzt.

Schritt für deutsch-französische Verständigung

Als das Weser-S.A.S.-Werk in Tours eröffnet werden konnte, war – so erzählt es Dürkop – die deutsche Botschaft in Frankreich regelrecht begeistert, sah sie diese internationale Zusammenarbeit doch als einen weiteren Schritt in der deutsch-französischen Verständigung an. „Es war schon etwas Besonderes, dass ein mittelständiges Unternehmen aus einer deutschen Kleinstadt in Frankreich investierte“, so Dürkop. Immer noch exportieren die Deutschen nach Frankreich und die Franzosen (unter anderem) nach Deutschland.

„Es gab auch einige schwere Jahre für uns“, sagt der ehemalige Weserwaben-Geschäftsführer. Durch die französische Wirtschaftslage und die dortige Einführung der 35-Stunden-Woche erhöhten sich die Produktionskosten vor Ort. „Und wir waren doch ursprünglich auch deshalb nach Frankreich gegangen, um diese Kosten niedrig zu halten.“

Inzwischen aber sei die Lage stabilisiert, und man habe trotz der französischen Konkurrenz neue Marktanteile besetzen können. „Gut so“, sagt Dürkop. „Die deutschen Kunden setzen ja viel stärker auf Holz und Naturstein als die Franzosen.“ Der deutsche Markt werde daher eher mit Luxusprodukten bedient, zu denen auch Sandstein-Imitationen gehören.

Beim Jubiläumsfest in Tours hielt Dürkop seine Rede auf Französisch, zur Freude der französischen Partner und mehr als 300 Gäste. Auch seine Söhne Fritz und Frank Dürkop, die in den jeweiligen Aufsitzräten vertreten sind, feierten mit und bestätigten den positiven Blick auf die zukünftige Kooperation. cok

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