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Rinteln Stadt Drogen vor der Polizei weggeworfen
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Drogen vor der Polizei weggeworfen
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00:17 01.07.2017
Symbolbild Quelle: Archiv
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Rinteln

Als Auflage muss er 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung überweisen, die im Suchtbereich tätig ist. Der Schuldspruch des Schöffengerichts unter Vorsitz von Richter Christian Rost lautete auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Zugleich folgte das Gericht im Wesentlichen dem Antrag von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt.

Der Fall: Anfang dieses Jahres befand sich der Angeklagte in einer finanziell angespannten Situation: Er hatte nur eine geringfügige Beschäftigung, wartete dringend auf eine Vollzeitstelle in der Firma. Als der 28-Jährige Mitte März eine Nachzahlung vom Job-Center erhielt, nutzte er diese Gelegenheit und erwarb für 1650 Euro rund 300 Gramm Betäubungsmittel. Den Stoff kaufte er im „Darknet“, einem komplett verschlüsselten Bereich des Internets. Seine Absicht war es, die Drogen gewinnbringend zu veräußern.

Drogen in Paketen geliefert

Mitte April wurde das Rauschgift in zwei verschiedenen Paketen an ihn geliefert – genau zu dem Zeitpunkt, als der Rintelner eine Festanstellung bei der Firma erhielt. Nun wollte er die Drogen nur noch loswerden und sie einem Bekannten zum Kauf anbieten. An einem Abend machte er sich auf den Weg zu diesem Mann, den Stoff in einer Plastiktüte mit sich führend. Unterwegs sahen zwei Polizisten den Angeklagten, der daraufhin die Drogen wegwarf.

Sein Bekannter, der potenzielle Käufer der weggeworfenen Betäubungsmittel, konnte jetzt nicht mehr vor Gericht gehört werden: Er ist inzwischen verstorben. Nach dem Urteil wirkte der 28-Jährige sichtlich erleichtert: Er kann nun wieder an seine Arbeitsstelle zurückkehren. maf

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