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Rinteln Stadt Dubioser Umschlag mit sehr viel Geld
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Dubioser Umschlag mit sehr viel Geld
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00:27 25.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Rinteln

Richter Simon Langer hatte erhebliche Zweifel an der Aussage des vermeintlich Geschädigten und folgte mit seinem Urteil den übereinstimmenden Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Hintergrund des Falles war ein Autokauf: Ende Dezember 2016 erwarb der Rintelner für 8500 Euro von der Verlobten des Angeklagten einen Wagen. Als knapp drei Wochen später immer noch kein Geld für das Auto auf das Konto eingegangen war, fuhr der Angeklagte zur Wohnung des Käufers. Aus dessen Sicht hatte das Fahrzeug Mängel, es könne noch etwas dauern, bekam der 52-Jährige in der Wohnung des Rintelners zu hören. Dieser verlangte daraufhin die Herausgabe des Autos oder des Fahrzeugbriefs.

Angeblich 20.000 Euro auf Sideboard

Auf einem Sideboard, so der Rintelner, habe ein höherer Geldbetrag gelegen. Rund 20.000 Euro, die zum Kauf eines Turnierpferdes für seine Frau noch am selben Tag bestimmt waren und aus einer Erbschaft stammten. Drei Tage nach dem Besuch des Angeklagten erhielt der Rintelner von dessen Anwalt ein Aufforderungsschreiben bezüglich des Kaufpreises. Eine Woche später erstattete der 26-Jährige Anzeige, dass ihm die 20.000 Euro gestohlen worden seien. Das Auto gehörte dann seinem Vater, das Geld für den Kauf sollte von dem Konto seiner Mutter überwiesen werden. Mangels Deckung klappte das aber nicht.

Schließlich wurde die Beschlagnahme des Wagens angeordnet, Monate später erhielt die Verlobte des Angeklagten das Auto zurück. Das angeblich gestohlene Geld zurückzubekommen, hatte der Rintelner nicht versucht. „Das war ja nur eine Vermutung, kein Beweis, dass er es hundertprozentig war.“ Der Mann machte bei der Polizei und vor Gericht widersprüchliche Angaben, an welchem Tag ihm das Fehlen des Geldes aufgefallen war. maf