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Rinteln Stadt Ein Umzug, der Geduld erfordert
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00:30 11.10.2015
Friedrich Habenicht (v.r.), seine Söhne Cornelius und Leonhard sowie Claus Holst stehen vor dem trecker, mit dem sie nach Schüttdorf umgezogen sind. Quelle: pr
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Rinteln

Drei Eggen, ein Heuwender, eine Mistforke, ein Doppelwendepflug und noch allerlei Geräte mehr, die in einer kleinen Landwirtschaft benötigt werden, fanden Platz auf den beiden sehr historisch wirkenden Anhängern. Samt 50 Jahre altem Trecker gehörte das alles dem Rechtsanwalt im Ruhestand, und er hat diese Geräte auch selbst benutzt, um auf gepachtetem Land Heu für seine Schafszucht in Fülme anzubauen, und daneben auch Kartoffeln und Rüben. Von Kindheit hatte er immer wieder auf dem Hof seines Patenonkels im Leinetal mitgearbeitet.

„Ich liebte es, mit dem Trecker zu fahren, auch die Arbeit im Schweinestall“, sagt er. „Als Student roch ich oft so nach Schweinemist, dass ich kein Problem damit hatte, einen ruhigen Platz in der Bibliothek zu finden.“ Den Trecker bekam er dann von einem dankbaren Klienten geschenkt, und nach und nach kaufte er sich das andere Gerät zusammen. Es machte ihm einfach Spaß, neben der Juristerei und seinem Orgelspiel auch noch ein kleiner Bauer zu sein. „Aber irgendwann machen es die alten Knochen doch nicht mehr so mit“, meint er. Sein Glück: Einer seiner Söhne war ganz wild darauf, den landwirtschaftlichen Schatz zu übernehmen.

Es ist der 15-jährige Leonhard, der mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter, einer Tierärztin, in Schüttdorf lebt, wo es ebenfalls Land gibt, das mit Nahrung für die Haustiere der Familie bepflanzt ist.

Leonhard will zwar nicht Bauer, aber Landmaschinentechniker werden und brennt vor Interesse an allem, was damit zu tun hat. Der alte Trecker wird eine Herausforderung für ihn sein, denn kleine Macken hat der durchaus.

Beim ersten Start der Überführung mussten Habenicht und Holst nach wenigen Kilometern wieder umkehren, weil der Thermostat heiß lief. Beim zweiten Versuch wären die beiden beinahe in einem Waldstück liegen geblieben, weil die Batterie versagte. Da sie aber zur Sicherheit ein Auto dabei hatten, konnten sie das Gefährt damit wieder in Gang bringen.

„Mein Sohn wird das schon wieder hinkriegen“, meint Habenicht. „Und danach nimmt er sich den historischen Heuwender vor.“ Alles in allem wird es gar nicht so viel Arbeit sein. „Die damaligen Geräte sind von so hoher Qualität, die können glatt noch weitere 50 Jahre durchhalten.“

Eine Zulassung hatten die beiden Anhänger nicht. Deshalb waren überall Schilder mit der Geschwindigkeitsbegrenzung von „6 Km/h“ angebracht. „Na ja, wir sind schon etwas schneller gefahren“, so Habenicht. „Sonst hätten wir ja Tage gebraucht.“

Jetzt muss er erst mal seine Schultern entspannen, die von der ruckeligen Treckerfahrt ziemlich in Anspruch genommen wurden, und das, obwohl er sich immer mit seinem Freund Claus Holst auf dem Fahrersitz abwechselte.

Ohne Hobby bleibt Habenicht nicht zurück. Selbst im Ruhestand übernimmt er noch juristische Aufgaben, und am Wochenende sitzt er für ein Konzert wieder an der geliebten Orgel. cok

 Claus Holst, dann die Söhne Cornelius und Leonhard (sie heißen nicht Habenicht), dann Friedrich Habenicht ganz rechts

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 Friedrich Habenicht (v.r.), seine Söhne Cornelius und Leonhard sowie Claus Holst stehen vor dem Treckergespann, mit dem sie nach Schüttdorf umgezogen sind. pr

 Friedrich Habenicht (von rechts), seine Söhne Cornelius und Leonhard sowie Claus Holst stehen vor dem Treckergespann, mit dem sie nach Schüttdorf umgezogen sind.

Die Aufgaben, wer in der Vorbereitung auf die Ankunft der 600 Flüchtlinge in der ehemaligen Prince Rupert School in Rinteln was zu tun hat, sind verteilt.

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