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Rinteln Stadt Einfach drauffahren, abladen und nachfüllen
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Einfach drauffahren, abladen und nachfüllen
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21:00 31.08.2012
Udo und Ulrike Dörenmeier aus Detmold genießen zusammen mit ihrem Hund Alf die Ruhe auf dem Wohnmobilplatz Rinteln. Quelle: le
Rinteln

Der Stellplatz am Rintelner Weseranger ist in diesem heißen Spätsommer gut belegt und zieht Nutzer aus ganz Deutschland und darüber hinaus an. Was gefällt ihnen, was nicht?

 Da ist zuerst die Infrastruktur: Tolle Anbindung an die Rintelner Altstadt, Biergarten und Weserangerbad gleich nebenan – das überzeugt. Zusätzlich zu der tollen Lage mit Blick auf die Weser samt Brücke und die nahe Bushaltestelle punktet der Platz mit dem Entfallen einer Grundgebühr für den Stellplatz – nur für Strom, Wasser und Entsorgung muss gezahlt werden.

 Wohnmobilstellplätze ohne Grundgebühr sind in Deutschland eher die Ausnahme, daher ist es zwar für Camper ein angenehmer Nebeneffekt, aber in der Regel kein Hauptkriterium für die Wahl eines Stellplatzes.

 Udo und Ulrike Dörenmeier aus Detmold machen zusammen mit ihrem Hund einen Zwischenstopp auf dem Campingstellplatz. „Wir haben es uns schon lange vorgenommen, einmal hier zu bleiben, wenn wir auf der Durchreise waren“, sagt Ulrike Dörenmeier. Nun hat es sich für das Ehepaar endlich so ergeben, das spontan entscheidet, an welchen Orten es haltmachen will.

 „Wir mögen es ruhig und überschaubar, daher bieten sich die Orte entlang der Weser und auch speziell Rinteln sehr schön an“, erzählt Udo Dörenmeier, der schon als Kind viel am Doktorsee war. Um das Weserbergland genießen zu können, sind die beiden mit ihrem Hund und einem aufblasbaren Kanu im Gepäck von Rinteln aus nach Hameln gefahren – teilweise mit dem Bus, teilweise mit dem Zug, um sich von dort aus die Weser hinab wieder Richtung Rinteln treiben zu lassen. Zu bemängeln haben die Detmolder nichts, sagen sie. Aber würden sie auch wiederkommen, wenn für den Stellplatz neben den Kosten für Strom und Wasser auch noch eine Grundgebühr anfallen würde? „Das wäre gar kein Problem. Sicherlich sind die geringen Kosten ein Grund dafür, dass der Platz gut belegt ist, aber irgendwie müssen die Anlagen ja instand gehalten werden, von daher würde ich eine Stellgebühr bezahlen“, so Dörenmeier.

 Ähnlich sieht es Peter Algermissen aus Hildesheim. Er wäre auch bereit, eine Grundgebühr zu zahlen, denn schließlich biete der Wohnmobil-Tourismus eine gute Einnahmequelle für die Stadt. Er hatte sich zuvor mit seiner Frau Rosemarie eine Route herausgesucht, und mithilfe ihres Reisemobilführers haben sie sich für Rinteln entschieden, weil die Beschreibung sehr ansprechend war. „Man hat hier alles, was man braucht“, sagt Peter Algermissen. Und genau das schätzen die Nutzer des Stellplatzes.

 Auch Hildegard und Bruno Wolff aus Moers bei Duisburg sind regelmäßig mit ihrem Wohnmobil unterwegs. Am Dienstag blieben sie auf dem Weg an die Ostsee eine Nacht in Rinteln. Für sie ist das Entfallen einer Grundgebühr ebenfalls kein Muss. Sie nehmen die Plätze so, wie es gerade in die Planung passt. Trotzdem sind sie mit dem Stellplatz rundum zufrieden, sagen die beiden.

 Besonders die Innenstadt gefällt dem Paar. „Rinteln hat eine nette, kleine Altstadt, die abends toll beleuchtet ist“, sagt Hildegard Wolff. Ihr Gatte erklärt, dass für Kurzaufenthalte Stellplätze besser als Campingplätze geeignet sind. Der Grund dafür sind zwar zum einen die in der Regel niedrigeren Preise, aber zum anderen auch die Unbeschwertheit. Wer nur für eine Übernachtung auf einen Campingplatz fährt, müsse sich an Auflagen halten und zeitaufwendig einchecken. Da wähle man doch lieber den unkomplizierten Weg. Einfach drauffahren, abladen, nachfüllen – und das alles vollautomatisch. Ein Konzept, das einschlägt, denn der Stellplatz ist derzeit gut belegt.