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Rinteln Stadt Faustschlag auf der Weserbrücke
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Faustschlag auf der Weserbrücke
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00:18 17.06.2018
Quelle: pixabay
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Rinteln

Der bereits vielfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte auf der Weserbrücke bei einem Gerangel einen 19-Jährigen an der linken Gesichtshälfte getroffen. Durch den Schlag erlitt das Opfer ein blaues Auge mit einer Schwellung unterhalb der Schläfe.

Der Auseinandersetzung vorangegangen war offenbar eine Auseinandersetzung um eine junge Frau. Diese soll dem späteren Opfer einige Wochen zuvor mitgeteilt haben, der Angeklagte habe ihr nachts mit einem Messer nachgestellt. Der 19-Jährige, der den Angeklagten durch seine Mutter kennt, versprach dem Mädchen, die Angelegenheit mit dem Mann zu klären.

Als der 19-Jährige dann an einem Wintertag mit zwei Bekannten über die Weserbrücke ging, traf er zufällig auf den Arbeitslosen. Er wollte ihn auf den Vorfall mit dem Mädchen ansprechen.

Vor Gericht nicht mehr sicher

Der vermutlich alkoholisierte Rintelner, der an seinem Geburtstag eine fast leere Schnapsflasche in der Hand hielt, drehte sich um und ging auf den 19-Jährigen los. Er schubste den jungen Mann und schlug mit der Faust zu.

Dies berichtete das Opfer zumindest bei der Polizei. Vor Gericht war er sich jedoch nicht mehr sicher, ob es tatsächlich einen Schlag gegeben hatte. Inzwischen hat er sich mit dem Angeklagten wieder vertragen und an einer Strafverfolgung kein Interesse mehr.

Ein Begleiter des 19-Jährigen konnte den Schlag auch nicht sicher bestätigen. Allerdings habe ihm der leicht Verletzte hinterher gesagt, er habe einen Faustschlag abbekommen. „Ich habe ihn definitiv nicht geschlagen“, versicherte dagegen der arbeitslose Rintelner. Ebenso bestritt er, dem Mädchen nachts nachgestellt zu haben. Auf der Brücke fühlte er sich eingekreist und schubste demnach den 19-Jährigen lediglich mit beiden Händen zurück.

Richter Langer folgte abschließend mit seinem Urteil vollständig dem Antrag der Staatsanwaltschaft. maf

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