Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rinteln Stadt Für Aufpflasterung am Ostertor
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Für Aufpflasterung am Ostertor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:13 27.06.2018
Am Rintelner Ostertor sollen Hainbuchen geplanzt werden. Quelle: pr.
Anzeige
Rinteln

Diesem Antrag der CDU stimmte das Gremium mehrheitlich zu.

Sechs Anträge hatten die Christdemokraten für die Sitzung formuliert. Diese „Flut“ war für Helma Hartmann-Grolm (SPD) nicht nachzuvollziehen. Andere Formen der direkten Kommunikation wie Gespräche untereinander, Anregungen und Anfragen seien doch sinnvoller. Schließlich solle der Ortsrat nicht Bauamt oder Bauhof ersetzen. Und wenn es dann noch um Dinge gehe, die längst in der Planung seien, werde dort nur unnötig Arbeitskraft gebunden. Ob das wohl das „Hobby“ einzelner Ortsratsmitglieder sei, fragte Hartmann-Grolm provokativ.

Diesen Vorwurf mochte Matthias Wehrung (CDU) nicht auf sich sitzen lassen. Schließlich sei man gewählt worden, um das Stadtbild aufzuwerten. Es als „Hobby“ abzuqualifizieren, wenn entsprechende Anstöße gegeben würden, sei unfair. Auch Gert Armin Neuhäuser (WGS) sieht in Anträgen die Möglichkeit, Verfahren anzustoßen und zu beschleunigen. Der Ortsrat habe kaum Kompetenzen – dann müssten diese aber auch wahrgenommen werden. Folgerichtig stimmten CDU und WGS für den Antrag, die übrigen Ortsräte enthielten sich, auch wenn sie in der Sache nichts einzuwenden hatten.

Hainbuchen als Bepflanzung

Zurück zum Ostertor: Wenn die nötigen Gelder fürs kommende Jahr bewilligt werden, soll die Fahrbahn im schon bestehenden Baumtor am Amtsgericht aufgepflastert werden. Die schon vorhandene Straßeneinengung am jüdischen Friedhof wird zum Baumtor mit Aufpflasterung umgebaut. Als Bepflanzung sind Säulenhainbuchen vorgesehen. Die Baumart wächst besonders langsam und dicht und kommt mit wenig Rückschnitt aus. Die Maßnahme soll den Verkehr beruhigen und den Lärmpegel reduzieren. Hinweis der Verwaltung: Landwirtschaftlich Großfahrzeuge wie Güllefässer müssen ungehindert passieren können.

Wehrung begründete die Notwenigkeit für diese Maßnahmen mit Beschwerden der Anwohner. Trotz Tempo 20 werde in diesem Bereich immer noch zu schnell gefahren. „Selbst die Geschwindigkeitsüberwachung hat nichts gebracht“, ergänzte sein Parteifreund Kay Steding.

Mit weiteren Maßnahmen soll der östliche Stadteingang bereits im Herbst/Winter optisch aufgewertet werden. Heckensegmente aus Hainbuche sind für den Bereich der Glascontainer vorgesehen. Außerdem sollen eine Reihe von Bäumen neu angepflanzt werden – zum Teil als Ersatz für gefällte Vorgänger. Im einzelnen handelt es sich um zwei Robinien vor dem reformierten Friedhof und eine Linde im Bereich der Professorengärten. Das Südufer der Exter soll durch die Neupflanzung von acht Robinien aufgewertet werden. Diese gelten als wichtige Bienenweide und sollen einen Beitrag für ein bienenfreundliches Rinteln darstellen. kk

Anzeige