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Rinteln Stadt Gehasst oder geliebt
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00:16 16.10.2013
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Von Cornelia Kurth

Seinen echten Namen möchte der 21-Jährige nicht in der Zeitung lesen, aber das ist auch egal, sein Wrestler-Name passt nämlich wirklich gut: Sein Körper ist bestens trainiert, sein Ehrgeiz treibt seine Kampfkraft an, und zudem steht er im Ring für das Bild eines aufrechten Helden, der niemals unfair wird und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt.

 Bei den überregional beachteten Wrestling-Veranstaltungen in Engern holte er sich seine ersten Lorbeeren als der „Lokalmatador“, immer wieder trainiert er im Hamburger Studio von Karsten Kretschmer, einem der besten Wrestler Deutschlands, und seit einiger Zeit tritt er regelmäßig bei den deutschlandweit bekannten Wrestling-Shows in Oberhausen auf. Dort hat er es nicht mit Kämpfern aus der Provinz zu tun, sondern mit internationalen Stars der Szene, „eine echte Herausforderung“, wie er sagt. „Ich trainiere fünf bis sechs Mal in der Woche, um meinen Körper rundherum fit zu halten. Sonst schafft man sowas nicht.“

 Denn Wrestling ist hart, auch wenn viele meinen, der Kampf bestehe hauptsächlich aus Show und einstudierter Akrobatik, und der eigentliche Kampf sei nur eine Inszenierung. „Sicher spielt die gute Show eine sehr wichtige Rolle. Die Leute wollen einen hassen oder lieben, sie wollen Partei ergreifen können, und das geht nur, wenn man seine Rolle wirklich gut spielt“, sagt er. Auch akrobatisches Können sei unabdingbar, um beim Publikum anzukommen, und dazu ein perfektes Zusammenspiel mit dem Gegner, damit gewagte Aktionen gelingen und die Zuschauer in Begeisterung geraten können. „Aber wer nicht richtig kämpft, wer nicht siegen will und sein Bestes gibt, der kann nicht überzeugen.“

 So passiert es schon, dass er auch einstecken können muss. Blaue Flecke, Prellungen oder eine Platzwunde, damit muss man leben. Wenn er, der junge Held, der sich tapfer auch üblen Gegnern stellt, ohne dabei hinterhältige Tricks einzusetzen, nicht quasi auf Leben und Tod kämpfen würde, er könnte das Publikum nicht auf seine Seite ziehen. „Und das wollen die Leute ja“, sagt er. „Sie wollen Partei ergreifen, schreien, jubeln, aufstöhnen. Sie wollen mitgehen können, und dafür geben wir alles.“

 Die Belohnung: Ein stetiger Aufstieg in Richtung Ruhm, die Auszeichnung als bester junger Catcher Deutschlands und ein nicht zu verachtender Nebenverdienst neben seinem Beruf als Physiotherapeut. Schon als Teenager trainierte Freddy Stahl mit großem Ernst und ungebrochener Ausdauer, immer seinem Traum auf der Spur, einst mit den Großen des Wrestlings im Ring zustehen. „Viele meiner früheren Kollegen sind ausgestiegen, aber für mich bedeutet Wrestling das Leben, ich gebe 100 Prozent“, sagt er.

 Am kommenden Wochenende, 18. und 19. Oktober, ist er dabei, wenn in Hannover erstmals – präsentiert vom legendären Tony St. Clair – wieder das internationale „Power of Wrestling“ auf den Schützenplatz zurückkehrt, zusammen mit Bad Bones, Joe E. Legend, Murat Bosporus, Karsten Kretschmer, James Mason und Robby Dynamite.

 „Für mich bedeutet Wrestling das Leben“, sagt Fredddy Stahl aus Rinteln.pr

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