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Rinteln Stadt Geldstrafe für Versicherungsbetrug
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Geldstrafe für Versicherungsbetrug
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00:29 17.07.2015
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Rinteln

Im Januar 2011 meldete die gesondert verfolgte Ehefrau des Angeklagten ihrer Versicherungsagentur einen Schaden an ihrem BMW. Dabei gab die Versicherungsnehmerin eine Rissbildung in der Windschutzscheibe an. Allerdings wusste sie genau, dass dieser Defekt schon beim Kauf von einem Privatmann bestanden hatte. Der Glasschaden existierte also schon, so der Vorwurf, bevor sie den BMW bei ihrer Versicherungsagentur angemeldet hatte. Nicht genug: Neben der Schadensmeldung reichte die Frau auch eine Rechnung von der Werkstatt ihres Ehemannes ein. Danach soll die Reparatur 950 Euro gekostet haben. Tatsächlich wurde die Scheibe aber überhaupt nicht von dem Angeklagten repariert. Abzüglich einer Selbstbeteiligung von 150 Euro zahlte die Versicherung schließlich 800 Euro.

 Inzwischen hat der Angeklagte seine alte Firma geschlossen und bereits im Jahre 2012 an die Versicherung 900 Euro überwiesen. Angesichts des Zeitablaufs, der Schadenshöhe und der Wiedergutmachung des Schadens hielt Richter Christian Rost eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen für ausreichend. Er folgte damit einer vorangegangenen Verständigung aller Prozessbeteiligten, wonach die Anzahl der Tagessätze sich zwischen 20 und 30 bewegen sollte.

maf

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