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Rinteln Stadt Hausverbot, Platzverweis, Gewahrsam
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Hausverbot, Platzverweis, Gewahrsam
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21:06 09.11.2018
Symbolbild Quelle: DPA
RINTELN

Der Angeklagte hatte bei einer Rangelei den Inhaber des Lokals gegen einen Pfeiler geschubst. Dabei wurde das Opfer leicht verletzt, erlitt eine Schürfwunde am Ellenbogen und hatte Schmerzen an der Schulter.

Amtsrichter Joachim Lapeyre entschied jetzt, dass der zur Tatzeit stark alkoholisierte Heranwachsende (1,7 Promille) 20 Stunden gemeinnützig arbeiten muss. Außerdem hat der von Rechtsanwalt Gunter Mücke verteidigte Rintelner an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen, damit er unter anderem mit seinen Aggressionen besser umgehen kann.

In einer September-Nacht vorigen Jahres wurden zwei Polizisten zu einem Einsatz an die Bahnhofstraße gerufen, wo die Fensterscheibe eines Geschäftes zu Bruch gegangen war. Während die Beamten darauf warteten, dass der Schaden repariert wurde, nahmen sie plötzlich einen Tumult wahr.

Sie liefen um die Ecke und sahen zwei Männer, die vor einer Kneipe auf dem Boden lagen. Schnell stellte sich heraus, dass die Personen der Wirt und der Angeklagte waren. Letzterer hatte sich, stark alkoholisiert, in dem Lokal aufgehalten und bekam offenbar von dem Wirt keinen Alkohol mehr ausgeschenkt. Dies empfand der 19-Jährige als kränkend und warf daraufhin einen Aschenbecher durch den Raum, überall lagen Scherben herum. Der Inhaber der Gaststätte erteilte dem jungen Mann ein Hausverbot, das aber ignoriert wurde.

Vermutlich schoben sich die beiden gegenseitig Richtung Ausgang, auf der Türschwelle hob der Angeklagte seine Hand. Er schubste dann den Wirt, der gegen einen Pfeiler flog. Danach verhielt sich der 19-Jährige weiter aggressiv, wollte immer wieder in die Kneipe. Die Beamten sprachen einen Platzverweis aus. Auch dies hatte aber keinen Erfolg, sodass der Betrunkene in Gewahrsam genommen und zur Wache gebracht werden musste.

Aufgrund seiner Alkoholisierung hatte der Angeklagte keine Erinnerungen mehr an diese Nacht. Er entschuldigte sich aber bei dem Opfer: „Es tut mir leid, was da passiert ist. Ich war besoffen.“ maf