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Rinteln Stadt Herkulesstaude läuft Ambrosia den Rang ab
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Herkulesstaude läuft Ambrosia den Rang ab
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00:25 28.06.2015
Im Sandfeld zwischen Engern und Steinbergen hat einer unserer Leser diese Herkulesstaude entdeckt. Quelle: tol
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Rinteln

Entsprechend wachsam ist der Bauhof der Stadt Rinteln. Dieser kämpft aber vor allem mit einer anderen unangenehmen Pflanze: der Herkulesstaude.

Meldungen über den Riesen-Bärklau, wie die Herkulesstaude auch genannt wird, erreichen den Bauhof weit häufiger als Infos über Ambrosia. Berührungen mit dieser Pflanze können schmerzhafte Quaddeln und schwer heilende Verbrennungserscheinungen bewirken.

In diesem Jahr haben bereits mehrere Bürger dem Bauhof Herkulesstauden gemeldet. Gerade erst haben Mitarbeiter des Bauhofs Pflanzen an der Exter, an der Bahnlinie und in Engern entfernt, teilt Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann mit. Die Pflanze sei häufig auf feuchten Flächen und in Gewässernähe zu treffen. „Wichtig ist beim Entfernen der Pflanzen, die Herkulesstaude noch vor ihrer Blüte abzustechen, damit sie sich nicht weiter verbreitet“, sagt Hartmann.

Nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bauhofs fällt ein Hang zwischen Engern und Steinbergen, an dem ebenfalls Herkulesstauden wachsen. Ein Leser dieser Zeitung hatte die Rerdaktion auf die Pflanzen Im Sandfeld aufmerksam gemacht. Das Grundstück ist Eigentum der Fürstlichen Hofkammer. Auf Anfrage teilt Joachim Hansmann, Pressesprecher bei den Niedersächsischen Landesforsten, mit, dass man die Pflanzen bald entfernen werde.

Ambrosia, erläutert Hartmann, hat sich vor allem durch Vogelfutter verbreitet, in dem sich Samen der Pflanze befanden. Die Vögel nahmen das Vogelfutter auf, änderten ihren Standort und verloren auf dem Weg dahin immer wieder Samen. Auf diese Weise habe sich Ambrosia ohne eigenes Zutun ausbreiten können. In der Konsequenz gebe es heute zwar mehr Ambrosia als früher, auf tatsächliche Bestände stoße der Bauhof aber nur selten – „nur ein paar Mal im Jahr“, sagt Hartmann. Häufig handele es sich bei den Meldungen um Verwechslungen. „Die Herkulesstaude sieht zum Beispiel dem Wermut sehr ähnlich“, so Hartmann. „Aber wir nehmen jeden Hinweis ernst.“ pk

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