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Rinteln Stadt Hobby mit Suchtpotenzial
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Hobby mit Suchtpotenzial
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00:17 18.07.2013
 Sicher gelandet. Ralf Sudek links und Jörg Sommer bergen ihre Fallschirme und bereiten sie für den nächsten Sprung vor. Quelle: who
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VOn Werner HOppe Rinteln

Etwa zehn FSC-Mitglieder und fünf Gäste, schätzte FSC-Ausbildungsleiter Jörg Sommer am Samstag, dürften bis zum Mittag am Rande des Flugfeldes versammelt sein. Der Verein konzentriere seine Aktivitäten normalerweise rund um sein Klubheim in Paderborn-Aden, aber wir sind hier, damit wir mal was anderes sehen. Zum Beispiel Rinteln aus der Luft, habe sich auch Oliver Brunke gedacht. Der Rintelner Springer, der sonst „immer so weit fahren muss“, zu seinem Klub in Meißendorf/Aller war am Wochenende sozusagen Gast beim eigenen Heimspiel. „Wann hat man sonst mal die Gelegenheit, über der eigenen Stadt abzuspringen?“

 Zwischen drei- und achtmal pro Teilnehmer, vermutete Ralf Sudek vom Klubvorstand, dürften die Springer am Wochenende aufsteigen mit der vereinseigenen Cessna 180. „Normaler Vereinssport und Tandemsprünge für Tester, seien geplant, mit Sport-Spaß pur für die Profis und vermutlich etwas Nervenkitzel für die Neulinge. „Und ein Schüler macht die Prüfung“, ergänzte der Ausbildungsleiter.

 Ganz frei von Spannung sei das „Hobby mit gewissem Suchtpotenzial“ allerdings auch nicht für die FSC-Mitglieder. „Wir holen uns immer wieder gerne den Kick.“

 Aber Sicherheit hat den Vorrang vor Spaß, betonte Petra Sudek. Sie lebe mit ihrem Ehemann in Hameln und genieße ebenfalls das Beinahe-Heimspiel-Wochenende ohne die gewohnte lange Anfahrt. „Ich selber springe aber nicht, ich bin Betreuung als Bodenpersonal“, outete sie sich als Zuschauerin mit administrativen Aufgaben wie beim Einchecken der Teilnehmer und Protokollführen. Auch seien mit den Segelfliegern Abstimmungen zu treffen.

 „Solange die in der Luft sind, springen unsere Leute nicht“, versicherte Sudek beim Gespräch mit Josef Theo Suchmacher. Der Vorsitzende des Luftsportvereins Rinteln war zur Begrüßung der Gäste gekommen und nutze die Gelegenheit, deren erste Landungen persönlich mitzuverfolgen.

 „Die haben lenkbare Schirme“, erklärt Schumann, als Jörg Sommer und Ralf Sudek kurz nacheinander fast punktgenau am nördlichen Rand des Flugfeldes landen. „Alles gut gelaufen“, sagen die beiden Springer zufrieden. In etwa 1000 Meter Höhe sind sie aus der Cessna gestiegen, die sonst meistens vier Springer mit nach oben nimmt nicht zuletzt aus Kostengründen wegen des Preises von drei Euro pro Flugminute.

 Nach einigen hundert Metern im freien Fall beziehungsweise Flug haben sie die Reißleinen gezogen – zum Öffnen der überraschend kleinen Fallschirme, die eher an Luftmatratzen erinnern. Aber das funktioniert gut, und die (in einem kleinen Rucksack verstauten) Schirme reichen völlig aus, versichert Schumann. „Für den Notfall haben sie sogar noch einen kleinen Reservefallschirm dabei. Den hat aber niemand gebraucht.“ Diese Schirme werden die Springer auch von diesem Wochenende wieder mit nach Hause nehmen.

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