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00:23 13.02.2015
900 Quadratmeter Nutzfläche bietet die alte Rintelner Jugendherberge. Ein Käufer hat sich bislang nicht gefunden. Quelle: tol
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Rinteln. Makler Hans-Dieter Würsig schließt ihnen gerne auf, doch nach 45 Minuten Rundgang sind die meisten Illusionen oft schon zerplatzt. Würsig: „Für privates Wohnen sind die 900 Quadratmeter Nutzfläche denn doch zu groß. Aber es gibt auch Interessenten, die Wohnungsvermietung oder einen neuen Beherbergungsbetrieb im Auge haben.“

Würsig ist für die Firma Horizont-Immobilien tätig und befasst sich mit dem Objekt seit Dezember. „Es wäre die neunte Jugendherberge, die ich verkaufe“, stellt er sich als Fachmann für solche Objekte dar. Und er ist optimistisch: „Der Preis liegt mt 187000 Euro etwas unter dem Wertgutachten, und er wird von den meisten Interessenten auch akzeptiert. Schwieriger ist es dagegen, eine passende Nutzung zu finden.“

Mit passend meint Würsig einerseits, dass es sich für den Investor lohnen muss, andererseits, dass er sich im Rahmen der Widmung als Beherbergungsbetrieb bewegen muss, wie sie im Flächennutzungsplan der Stadt Rinteln steht. Rintelns Baudezernentin Elena Kuhls ergänzt auf Anfrage, das Gebäude liege im Außenbereich und im Hochwasserschutzgebiet, für Anbauten sei also nur schwer eine Genehmigung zu bekommen.

Würsig sagt, mehrere Interessenten seien im Moment dabei, ihre Nutzungskonzepte zu vertiefen, um diese dann mit der Stadt Rinteln abzustimmen. „Uns liegt aber noch nichts vor, es gab nur ein paar Anfragen“, erklärt Kuhls.

Würsig ist jedenfalls optimistisch, noch in diesem Jahr verkaufen zu können. Notfalls werde noch eine exklusive Reservierungszeit (ohne Extrakosten) eingeräumt, wenn der potenzielle Käufer beim Landesverband Niedersachsen des Deutschen Jugendherbergswerks einen vielversprechenden Eindruck macht.

„Auch viele Rintelner haben sich das Gebäude schon angesehen“, teilt Würsig mit. Alle hätten gesehen, dass die Bausubstanz aus den achtziger Jahren in Ordnung sei.

Es werde geheizt, im Frühjahr solle auch das Außengelände wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Fenster seien alle dicht und schon mit Iso-Glas ausgestattet. Restbestände von Mobiliar befinden sich noch im Gebäude, sollen an einen Käufer möglichst mit übergeben werden.

„Eine prädestinierte Lage, auch, um mit dem Haus Geld zu verdienen“, zitiert Würsig Interessenten. „Und mit 187000 Euro Kaufpreis geht man bei so einem Objekt auch kein ganz großes Risiko ein. Einige Interessenten sind gleich mit Bauingenieur oder Architekt gekommen.“ Die Besichtigungen seien von höherer Qualität als bei einem Einfamilienhaus. „Und wir wollen das Haus ja schließlich auch nicht verramschen.“ dil

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