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Rinteln Stadt Konkurrenzkampf wird härter
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Konkurrenzkampf wird härter
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00:27 29.08.2014
Derzeit geschlossen, im September wieder geöffnet: Beim Bioladen in der Klosterstraße steht ein Betreiberwechsel bevor.  Quelle: wm
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Rinteln

Er wechselt vielmehr den Besitzer. Wie dieser heißt, und woher er kommt, wollte Noch-Eigentümer Rudolf Döhr nicht verraten, weil die Verträge noch nicht unterschrieben sind. Das werde aber demnächst der Fall sein. Klappt alles, soll der Bioladen im Laufe des Septembers nach einem Umbau wieder eröffnet werden.

 Döhr, der seit 35 Jahren einen Bioladen in Vlotho an der Langen Straße betreibt, damit zur Gründergeneration des Biobooms gehört (übrigens auch der Grünen-Partei), hat immer noch einen hohen Anspruch an sein Sortiment: Es soll absolut bio sein – von Erzeugern und Anbauverbänden, die er seit langen Jahren kennt, sodass er seinen Kunden garantieren kann, wo und wie die Produkte hergestellt werden.

 Was „Demeter“, der Verband für ökologischen Anbau auf anthroposophischer Grundlage, produziere, das sei nach wie vor ein großer Unterschied zu dem, was die EU als Bio durchgehen lasse. Für Ware dieser Qualität, schilderte Döhr am Telefon, habe es auch genügend Kunden in Rinteln gegeben: „Wir hatten eine überraschend gute Anlaufzeit in den ersten Monaten.“

 Das Problem sei im Stammhaus in Vlotho entstanden. Vlotho leide wie andere Städte am steigenden Leerstand in der Innenstadt, verliere damit Kunden, das habe sich auch auf sein Geschäft ausgewirkt. So habe er sich persönlich wieder auf sein Stammgeschäft in Vlotho konzertieren müssen. Ursprünglich habe er zwei Jahre selbst in Rinteln hinter der Ladentheke stehen wollen. Dass er wieder nach Vlotho haben gehen müssen, hatte zur Folge, dass in Rinteln nur noch eine Verkäuferin tätig war.

 Weil er sich nach kurzer Zeit bereits wieder verstärkt um sein Geschäft in Vlotho haben kümmern müssen, sei beispielsweise auch das geplante „Bistro“ mit Außengastronomie, Stühlen und Tischen auf der Klosterstraße nie realisiert worden, obwohl die Geräte dafür da waren, fährt Döhr fort.

 „Sachkundige Beratung ist das Entscheidende“, sagt Döhr, als Gegenkonzept zur schärfsten Konkurrenz, den Supermärkten mit ihren Bioabteilungen. Auch ein Bioladen müsse heute ein Vollsortiment anbieten, also Obst, Gemüse, Backwaren, Milchprodukte, Fleisch, Getreideprodukte und Naturkosmetik. Das bedeute auch, von der reinen Lehre der „Regionalität“ abzuweichen: „Selbstverständlich erwarten Kunden heute Äpfel von Mai bis August, Tomaten das ganze Jahr über. Die bekommen sie aber nicht regional, die kommen aus dem Ausland.“ Ein Bioladen wie der „Regenwurm“ könne seinen Kunden versprechen, dass der Inhaber für den Kunden eine qualifizierte Vorauswahl trifft und der Kunde sich darauf verlassen kann, dass wirklich alles „bio“ ist.

 Wobei der Konkurrenzkampf grundsätzlich härter geworden sei, so Föhr, auch deshalb, „weil viel über den Preis geht“. „Die viel beschriebenen Wachstumsraten bei Bio kommen ausschließlich aus dem Supermarkt. Davon profitieren die Ketten, nicht die originalen Läden wie wir, die den Bioboom erst angeschoben haben“, sagt Döhr. Dass es in Rinteln grundsätzlich ein Publikum für einen Bioladen an der Klosterstraße gebe, davon habe sich sein Nachfolger in den vergangenen Monaten überzeugen können.wm

Wer Krakauer liebt, also die speziellen polnischen Bratwürstchen, der sollte eines der Lebensmittelgeschäfte von Jolanda und Andreas Walachnia aufsuchen.

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