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Rinteln Stadt Ladenbesitzer zum Mitmachen animieren
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Ladenbesitzer zum Mitmachen animieren
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00:17 02.10.2016
Hier gibt es einen barrierefreien Zugang zum Ladenlokal. Das ist nicht überall so. Quelle: tol
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Rinteln

Vertreter der Parteien haben diese Fragen beantwortet. Unsere Zeitung druckt das Ergebnis gekürzt in loser Reihenfolge ab.

Gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ist der Wunsch vieler Menschen mit Behinderungen sowie auch der älteren Menschen. Dazu gehört es, eigenständig Geschäfte betreten und einkaufen zu können. „Leider sind die Inhaber vorhandener Geschäfte rechtlich nicht zum barrierefreien Umbau verpflichtet“, sagt Manfred Pollmann, Vorsitzender des Behindertenbeirats: „Was streben Sie zur Verbesserung der Zugänglichkeit an?“

CDU, Friedrich-Wilhelm Rauch:

„Schon aus betriebswirtschaftlicher Sicht möchte selbstverständlich jeder Geschäftsinhaber allen Kunden die Möglichkeit einräumen, die jeweiligen Geschäftsräume zu betreten und die dort präsentierten Waren in Augenschein zu nehmen. Jedoch müssen wir zum einen zur Kenntnis nehmen, dass es zum Teil denkmalrechtliche beziehungsweise bauliche Hindernisse gibt. Zum anderen befinden sich die Gebäude regelmäßig in privater Hand, sodass die lokale Politik respektive die Verwaltung der Stadt an dieser Stelle allenfalls beratend tätig werden kann.“

SPD, Astrid Teigeler-Tegtmeier:

„Nach wie vor ist der Geschäftsinhaber dafür zuständig. Um hier einen Überblick über mögliche Unterstützungsmöglichkeiten zu bekommen wäre es sinnvoll, wenn im Gespräch mit Pro Rinteln als Vertreter der Geschäfte, dem Behindertenbeirat und der Stadt Gespräche geführt werden. An der Stelle sollte auch bedacht werden, dass der barrierefreie Zugang nicht nur in der Abschaffung von Stufen besteht, sondern auch seh- und gehörbehinderte Menschen in den Fokus gehören. Allein durch die letztgenannten Personengruppen ergeben sich verschiedene Unterstützungsnotwendigkeiten, die es gilt, in eine Abwägung zu bringen.“

WGS, Gert Armin Neuhäuser:

„Die WGS hat im vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag für den Rat formuliert. Die Mehrheit aus SPD und Grünen hat diesen Antrag abgelehnt und lediglich den Stadtmarketingverein aufgefordert, mit Geschäftsinhabern Kontakt aufzunehmen. Ich halte am WGS-Antrag fest und denke, dass auch mit finanzieller Förderung der Stadt der barrierefreie Umbau der Geschäfte in der Innenstadt, aber auch – soweit vorhanden – in Ortsteilen vorangetrieben werden muss.“

Grüne, Christoph Ochs:

„Meiner Ansicht nach ist die Gleichberechtigung aller Menschen am öffentlichen Leben eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft und demnach auch der Politik. Es betrifft dabei ja nicht nur gehbehinderte Menschen, sondern in bestimmten Lebensphasen jeden von uns. Ob es nun die hochschwangere Frau ist oder (wie ich zurzeit) der Papa mit dem Kinderwagen, ein gehbehinderter Mensch oder ein Kind das gerade das Laufen lernt, mit dem Laufrad unterwegs ist oder einen Gips trägt – und schließlich natürlich jeden von uns, wenn wir älter werden. Ich sehe daher eine Unterstützung auch der Geschäftsbetreiber seitens der Stadt als sehr wichtig an, wobei eine finanzielle Förderung nur ein eher kleiner Baustein sein kann und sollte. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Stadt zusammen mit anderen Akteuren wie dem Stadtmarketing-Verein auf die betreffenden Betreiber und Besitzer der Geschäftslokale zugeht und gemeinsam nach Lösungen sucht und bürokratische Hürden möglichst gering hält.“

FDP, Heiner Schülke:

„Wer als Inhaber eines Geschäfts seinen potenziellen Kunden keinen ungehinderten Zugang zu seinen Waren und Dienstleistungen anbietet, ist selbst schuld. Dann soll er/sie auch die finanziellen Folgen tragen. Unabhängig davon sind wir der Meinung, dass ein ständiger Austausch des Behindertenbeirates mit der Stadt und den Vertretern des Einzelhandels sowie der Dienstleister vor Ort dazu beitragen wird, immer mehr barrierefreie Zugänge zu schaffen. Allerdings müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass die zum Teil alte Bausubstanz in Rinteln im Einzelfall enge Grenzen setzt. Wir können nur jedem Selbstständigen raten, den Zugang zu seinem Geschäft barrierefrei zu gestalten.“ r

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