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Rinteln Stadt „Lampen nicht mitgenommen“
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt „Lampen nicht mitgenommen“
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21:20 30.04.2018
Quelle: dpa
Rinteln

„Ich habe diese Lampen definitiv nicht mitgenommen“, stellte die Angeklagte gleich zum Prozessauftakt klar. Gegenstand des Verfahrens waren vier Lampen in Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie im Flur im Gesamtwert von 780 Euro, darunter eine vergoldete Pendelleuchte aus dem Jahr 1980.

Diese Leuchten waren beim Einzug vorhanden, beim Auszug der Frau im Sommer 2016 aber verschwunden. Nach Angaben der 34-Jährigen landeten diese im Keller, abgelegt in einem weißen Regal. Nur eine verblieb demnach in der Wohnung. Etwa einen Monat nach dem Auszug erfolgte die Schlüsselübergabe per Post: Die ehemalige Mieterin schickte die Schlüssel per Einschreiben an die Verwalterin der Wohnung.

Wem gehören welche Kellerräume?

Die Mutter der Angeklagten, die beim Umzug mitgeholfen hatte, stützte im Wesentlichen die Einlassung ihrer Tochter. Lampen waren demzufolge nicht dabei. Unklar blieb, welche Kellerräume welchem Mieter in dem Haus mit zehn Wohnungen zugeordnet sind. Staatsanwalt Ulf Kranitz wies darauf hin, dass möglicherweise der Nachmieter die Lampen entsorgt haben könnte.

Zudem könne es auch sein, dass innerhalb des Monats zwischen Auszug und Schlüsselübergabe sich ein Unbekannter Zugang zu den Kellerräumen verschafft habe. „Ich weiß es nicht“, resümierte Kranitz und plädierte auf Freispruch. Diesem Antrag folgte Richter Simon Langer: „Wir konnten nicht feststellen, was mit den Lampen passiert ist.“  maf