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Rinteln Stadt Ohne die Frauen geht gar nichts
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Ohne die Frauen geht gar nichts
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18:05 26.08.2018
Wie immer ein Genuss: Chormusik und reichlich Leckereien locken die Besucher an den Blumenwall.  Quelle: cok
RINTELN

Diese wird durch die kleinen Imbissbuden rings im Kreis um Tische, Bänke und Bühnen erzeugt. „Ohne unsere Frauen ginge gar nichts“, da sind sich die Herren von den Vereinigten Chören Rinteln (VCR) sicher.

Zum ersten Mal seit 19 Jahren begann das Fest bereits am Samstagabend – unter den beleuchteten Bäumen im Blumenwallpark, mit Kerzen auf den Tischen und ab 20 Uhr mit der Ernestinum-Bigband auf der zusätzlich aufgebauten Showbühne.

Auch dort spielten die Buden eine wichtige Rolle, konnte man sich doch an gut ausgewählten Weinen erfreuen und außer Kartoffelsalat, Würstchen sowie allerlei weiterer Stärkung auch die so beliebten belegten Brötchen erstehen. Das alles, samt der eindrucksvollen Tortentafel am Sonntag, entstand unter den fleißigen Händen der Sängerfrauen.

Fragte man unter den Gästen des Festes herum, so zeigten sich alle sehr angetan von der Idee, den Platz am Blumenwall auch mal für ein abendliches Feiern zu nutzen. Die Organisatoren von den Vereinigten Chören waren da zwiespältiger.

„Eigentlich ganz wunderbar, zumal die Bigband-Musik ja auch jüngeren Menschen gut gefällt“, meinte Hans Hübner aus dem Vorstand. „Wenn es nur nicht so kalt gewesen wäre.“ Ähnlich äußerten sich der VCR-Vorsitzende Franz Joseph Stöckel und Altbürgermeister Friedrich-Wilhelm Hoppe. „Wir hatten schon auf noch mehr Besucher gehofft“, so Hoppe. Vielleicht habe es nicht nur am Wetter, sondern auch an der Zielgruppe der älteren Rintelner Herrschaften gelegen, die lieber tagsüber feiern.

Lauter Beifall für die Chöre

Trotzdem erhielten die Chöre, darunter Männergesangverein „Polyhymnia“ aus Möllenbeck und der befreundete Chor „Chorissimo“ aus Bad Münder, lebhaften Beifall, und die Bigband des Ernestinums begeisterte mit ihren jungen Musikern und Solisten. Nicht anders als am Sonntag, als man klassische Lieder wie „Rote Rosen“ oder „Hoch auf dem gelben Wagen“ bis in die Klosterstraße hinein hören konnte.

Die Feuerwehrkapelle aus Möllenbeck und die auferstandenen „Weserspatzen“ ergänzten das fröhliche Programm nach dem traditionellen Freiluftgottesdienst mit Pastor Dirk Gniesmer und einem kleinen Chor unter der Leitung von Kreiskantorin Daniela Brinkmann. Die Singgemeinschaften aus Springe und Bückeburg sowie der Männergesangsverein Krankenhagen trugen ebenfalls ihren Teil dazu bei.

Ob es im nächsten Jahr erneut einen Samstagabend beim „Singenden, klingenden Rosengarten“ geben wird? „Ich denke, das hängt davon ab, ob die Sängerfrauen wieder bereit sind, so viel Energie in die Gästeversorgung zu stecken“, meint dazu Festmoderator Thomas Gieselmann. Auch er weiß, dass ohne die Frauen eben gar nichts geht. cok