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Rinteln Stadt Ostertorstraße: 28 Wohnungen statt Baulücke
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Ostertorstraße: 28 Wohnungen statt Baulücke
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20:06 25.09.2012
Hier würde die Bebauung beginnen: Auf dem Grundstück der ehemaligen Baufirma Diestelmeyer an der Ostertorstraße. Quelle: tol
Rinteln (dil)

Fazit: Es kann sich lohnen. Nun ist wieder die Politik am Zuge.

 Sparkassenvorstand Günther Klußmeyer hat gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärt: „Die Studie hat gezeigt, der Bedarf an Wohnungen in der Innenstadt, barrierefrei und mit gutem Standard, ist da. Um die 2000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche müsste man erzielen können, bei den Penthäusern natürlich mehr.“

 Die Sparkasse hat von Architekten die Planung verfeinern lassen und stimmt diese nun mit den Anforderungen ab, die die Stadt Rinteln erhoben hat. Bereits im November sollen die Pläne dann dem Bauausschuss vorgelegt werden, damit dort und später im Rat die Zustimmung zum weiteren Prozedere gegeben werden kann.

 Klußmeyer geht von einer Bausumme zwischen fünf und sechs Millionen Euro aus. Einen Baubeginn im kommenden Frühjahr hält er für wahrscheinlich. Das Projekt könne in bis zu vier Bauabschnitten realisiert werden, je nach Nachfrage beim Verkauf der etwa 28 Wohnungen. „Aber wir wollen am liebsten zügig fertig werden“, sagt der Sparkassenvorstand.

 Das Bauvorhaben, erdacht 2011 als Rintelner Beitrag im Zuge des Modellprojekts „Umbau statt Zuwachs“ der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland plus, sieht eine Schließung der Baulücke an der Ostertorstraße durch einen aufgegliederten Gebäudekörper in Anlehnung an vorhandenes Bauvolumen vor. Das Gebäude soll Einzelhauscharakter erhalten. Die Wohnungsgrößen von 30 bis 120 Quadratmeter mit flexiblen Grundrisslösungen soll unterschiedliche Zielgruppen erreichen und damit eine Durchmischung der Altersstruktur begünstigen. Barrierefreiheit und direkte Anbindung an innerstädtische Versorgungs- und Infrastruktur sind laut ursprünglicher Planung weitere Merkmale des Entwicklungskonzepts, das sich auch alternativen Wohnformen und Mehrgenerationenwohnen öffnen will.

 Weiter heißt es: „Die Architektur ist geprägt von einem Wechselspiel offener und geschlossener Flächen. Lichteinfall und Schattenwirkung inszenieren den Baukörper auf natürliche Weise im Zusammenspiel mit weißem Putz. Honigfarbene Holzapplikationen und anthrazitfarbene Fenster setzen sensibel Akzente.“ Auf dem 3339 Quadratmeter großen Gelände sollen 1036 Quadratmeter bebaut werden. In vier Etagen entstünden rund 2447 Quadratmeter Wohnfläche. Hinzu kommen 430 Quadratmeter Nutzfläche. Es entstünden etwa 12749 Kubikmeter umbauter Raum.

 Umstritten war bei der Verkaufsentscheidung des Rates, ob der kostenlose Parkplatz geopfert werden solle. Die Mehrheit war dafür.