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Rinteln Stadt Pappeln gefällt und angesägt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Pappeln gefällt und angesägt
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13:18 11.03.2018
Quelle: dpa

Groß und markant sind die Pappeln. Einige stehen entlang der Exter, sechs säumen ein Grundstück an der Straße Am Hafen, gegenüber dem Mehrgenerationenhaus (ehemalige Jugendherberge). Besonders im Winter sieht man deutlich, dass sich Misteln eingenistet haben. Bei Sturm und starkem Wind brechen häufig Äste ab. Der Eigentümer wollte eigentlich nur seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommen, entschied sich zum Fällen der Bäume und beauftragte ein Unternehmen.

 

 Polizei verweist auf den Landkreis

 Einige Spaziergänger und Anwohner fragten sich, ob dies rechtens sei. Sie informierten den Naturschutzbund (Nabu) und wandten sich an die Polizei. Diese untersagte daraufhin zunächst ein weiteres Fällen, überließ die abschließende Entscheidung aber der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Schaumburg. Die Baum- und Heckenschutzverordnung des Landkreises schützt Bäume ab einem Stammumfang von 60 Zentimetern sowie Hecken von mehr als fünf Metern Länge. Ausgenommen davon sind Obstbäume sowie Bäume in bebauten Ortslagen, Waldflächen und privaten Hausgärten.

 

 Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet

 Bei ihrem Ortstermin stellten die Mitarbeiter des Landkreises fest, dass das Grundstück außerhalb der Ortslage liegt. Das Fällen der beiden Pappeln geschah demnach unrechtmäßig, ebenso wie das Ansägen eines dritten Baumes. Dieser muss nun wegen mangelnder Standsicherheit dennoch gefällt werden. Für das „Flachlegen“ der verbliebenen drei Pappeln auf dem Grundstück kann der Eigentümer einen Antrag stellen, muss dazu ein Baumgutachten einreichen. Der Landkreis hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

 Bei der Recherche bekam unsere Zeitung den Flyer „Pflege von Gehölzen“ erst auf Anfrage über die Pressestelle des Landkreises. Auf seiner Internetseite verweist dieser an das Amt für Naturschutz. Kontaktdaten und Öffnungszeiten sind angegeben.

 Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln, erhielt übers Internet Kenntnis: „Dieser Fall zeigt deutlich, wie wichtig eine Baum- und Heckenschutzverordnung für die Stadt Rinteln wäre.“ tol

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