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Rinteln Stadt Planungsgebiet vergrößern
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21:40 11.06.2018
Rinteln

 Dies ist Kern einer Übereinkunft, die in der vergangenen Woche in einem Gespräch zwischen Bürgermeister Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr sowie Mitarbeitern des Landkreises erzielt wurde. Sie fließt als Grundlage in die Beratungen des Verwaltungsausschusses über die IGS-Bauleitplanung am morgigen Mittwoch ein. Am Donnerstag, 21. Juni, steht das Thema dann im Rat auf der Tagesordnung.

Grundlage der jetzigen Überlegungen sind Planungen des Landkreises, die – wie berichtet – bereits in einer Sitzung des Kreisbauausschusses vorgestellt oder ins Gespräch gebracht worden waren. Buswendeschleife und Hauptparkplatz sollen nach den Rintelner Wünschen nun nördlich der neuen IGS angeordnet werden. So würden der Park- und der Zufahrtsverkehr entzerrt und damit sicherer. Die Anlieger der umliegenden Straße würden entlastet. Details macht der Landkreis von den Gutachten der Verkehrs- und Landschaftsplaner abhängig.

Kritik am engen Schulhof

Dadurch würde auch die Schulhoffläche vergrößert. Immer wieder kritisiert worden war der angedachte enge schlauchförmige Schulhof zwischen IGS und Gymnasium. Raum für zusätzliche Pausenflächen würde östlich und nördlich des Gebäudes frei. Auch der zweite Sportplatz könnte in den Pausen mit genutzt werden. Zudem schlägt der Landkreis vor, die Streuobstwiese südlich des Gymnasiums als Pausenraum mit einzubeziehen.

Weitere 600 Quadratmeter Schulhoffläche sollen durch die Verlagerung des IGS-Baukörpers um fünf Meter nach Norden geschaffen werden. Einer Verschiebung um 40 Meter, wie sie von der Schulgemeinschaft des Gymnasiums angeregt worden war, erteilte der Landkreis ebenso eine Absage wie einer Drehung des Gebäudes um 90 Grad. Diese würde nach Kreisberechnungen Mehrkosten von zwei Millionen Euro verursachen. Die komplette Raumplanung des Erdgeschosses müsste überarbeitet werden. Das würde den Bau auch verzögern.

Trotz der Einbeziehung des zweiten Sportplatzes in den Planungsbereich soll dieser ebenso wie die Sportflächen mit der Laufbahn am VTR-Heim grundsätzlich erhalten bleiben. Priemer machte deutlich, dass diese Flächen für den Vereinssport unverzichtbar seien. kk

WGS: Freude und Genugtuung

Genugtuung“, so Gert Armin Neuhäuser in einer Pressemitteilung, nehme die WGS-Ratsfraktion zur Kenntnis, dass der Landkreis den Planungsrahmen für die neue IGS deutlich vergrößere. Der Fraktionsvorsitzende wertet dies als Erfolg für CDU, FDP und WGS. Gemeinsam habe man Rintelner Interessen gegenüber dem Landkreis durchgesetzt, „die die SPD bereits verkauft hatte“. Neuhäuser: „Es war schon sehr jämmerlich, wie die SPD im Bauausschuss und im Verwaltungsausschuss versucht hat, die ursprüngliche Landkreis-Planung einfach so durchzuwinken.“ Das Gymnasium Ernestinum sei der SPD offenbar egal.

Mit dem größeren Planungsraum bestehe nun die Möglichkeit, dass Ernestinum und IGS auch baulich getrennt als einzelne Schulen erhalten bleiben. Die Schülerinnen und Schüler hätten hinreichend große Pausenflächen, zudem würden der Bus-, Auto- und Radverkehr getrennt. „Wir werden auch die einzelnen Planungen weiter intensiv begleiten und auf Rintelner Interessen achten“, kündigt Neuhäuser an. Und: „Der Landkreis kann nun zeigen, dass ihm Bildung wirklich wichtig ist.“ kk