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Rinteln Stadt Polonaise zum Abschluss
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Polonaise zum Abschluss
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00:24 12.08.2015
Heizen dem Publikum mit fetzigen Rhythmen und Tanzeinlagen mächtig ein: „Beatpakk“ auf der Kirchplatzbühne Nord. Quelle: tol
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Rinteln

Die Partynacht begann, und aus allen Richtungen strömte das Publikum heran. Um 22 Uhr gibt es nur noch wenige Stellen, wo größere Schritte möglich sind. Überall tolle Stimmung und zufriedene Gesichter.

 Gestern bei praller Sonne ein krönender Abschluss, befeuert noch durch den verkaufsoffenen Sonntag des Einzelhandels: Nach dem schon überraschend starken Freitag gefühlt der Besucherrekord, meint auch Marktmeister Daniel Jakschik. Die meisten Händler seien zufrieden. Das gilt auch für Fleischerei Rauch, wo Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch mit grillte und schwitzte: „Ständig alle Hände voll zu tun, der Umsatz ist gut.“

 Besonders dicht drängte sich das Publikum vor der Marktplatzbühne, wo „Harry Colorado“ und das „Polyester Orchester“ die TV-Hitparade mit Dieter Thomas Heck als Livesendung für die Eurovision wieder aufleben ließ. Besser noch als die Mit-Sing-Schlager in Kostümen der Siebzigerjahre war der Moderator – spitzzüngig bis schlüpfrig, aber immer für Tempo und Mitmachen sorgend. Der Rintelner Michael Henkel wird von Harry auf der Bühne zum „Persico-Beauftragten“ der Weserstadt ernannt und mit einer Flasche des Kultschnapses der Siebziger belohnt. Frauen ohne Ende wurden in die Garderobe eingeladen, damit Harry sie als Schlagerstars groß herausbringt, wie einst die Sängerin von „My Boy Lollipop“, die er gern frivol an seinem Dauerlutscher schlecken ließ.

 „Man hat nicht das Gefühl, das ist Rinteln, sondern eine Hühnerfarm, so ein Gegacker hier vor der Bühne“, scherzte Harry bei den vielen Lachern über seine Sprüche. Und alles mündete nach Mitternacht schließlich in eine Polonaise mit dem Publikum vor der Bühne. Die Mittfünfziger Angelika und Horst Koschik aus Hemeringen wollten eigentlich nur kurz vorbeischauen, blieben bis Mitternacht auf dem Marktplatz, weil: „Einfach eine megageile Show.“

 Sehr zufrieden auch Herbert Sondermann, „Kross Fritz“-Erfinder aus Exten. „Wir kommen gar nicht mehr nach mit den neuen Pommes“, meinte seine Tochter am Imbissstand vor fast glühenden Fritteusen, während ihr Vater selbst schon am Sonnabend gegen 21 Uhr nach Hause fuhr, um Nachschub zu holen: „Wir haben bereits 300 von dem 400 Kilo Vorrat verbraucht und schon eine Einladung, beim Blumenwallfest ,Kross Fritz‘ zu verkaufen.“ Am Stand waren die probierenden Kunden begeistert.

 Wohl gefühlt haben sich auch zwei Gruppen beim Junggesellinnenabschied. Diana Zahl aus Hameln schob in Hasenschuhen ihren Getränke- und Juxverkaufstrolley vor sich her, brauchte Geld für richtige Brautschuhe. Und es klimperte in der Kasse. Eine Frauengruppe aus Stadthagen nutzte den Riesenandrang in Rinteln zum Sammeln. dil

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