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Rinteln Stadt Prozess gegen Geschwister geplatzt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Prozess gegen Geschwister geplatzt
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13:03 11.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
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Rinteln

Angeklagt wegen gefährlicher Körperverletzung sind ein Mann vom Niederrhein und seine Schwester. Den 31 und 33 Jahre alten Geschwistern wird angelastet, sie hätten in einer Sommernacht 2013 einen Gast des Lokals mit Tritten attackiert. Der 25-Jährige zog sich bei dem Vorfall einen Kreuzbandriss am Knie zu und war danach knapp ein halbes Jahr krank.

Angeklagte äußern sich nicht

Von Anfang an stand der Prozess unter keinem günstigen Stern. Die Sitzungsdauer der Verhandlungstage war jeweils auf rund zwei Stunden begrenzt, weil die Angeklagte aus gesundheitlichen Gründen nicht länger verhandlungsfähig war. Nach verfahrensrechtlichen Belangen am ersten Prozesstag konnte am zweiten Verhandlungstag das Opfer vernommen werden. Zu weiteren Zeugenbefragungen kam es danach nicht mehr, die Angeklagten äußern sich nach wie vor nicht zur Sache.

Einstellung des Verfahrens abgelehnt

Am jüngsten Verhandlungstag scheiterte ein Vorstoß, den zähen Prozessverlauf zu beschleunigen: Eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen wurde abgelehnt. „Wir können und wollen einer Verfahrenseinstellung nicht zustimmen“, erklärte der Verteidiger, Rechtsanwalt Alexander Berndt. Für die Erfüllung der Auflage – dabei soll es sich um eine zu zahlende Summe im vierstelligen Bereich handeln – hätten die Geschwister sechs Monate Zeit. Dies ist offenbar nicht zu schaffen. Außerdem stehen zivilrechtliche Ansprüche im Raum. Nicht zuletzt werden sich womöglich weitere Kostenträger melden, zum Beispiel die Krankenkasse und Behandlungskosten geltend machen. maf

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