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Rinteln Stadt Rätsel um einen Stein
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Rätsel um einen Stein
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00:24 30.03.2018
109 Gramm wiegt der Stein. Auf der Unterseite hat er eine Musterung. Quelle: pr
Hohenrode

Es stellte sich sofort die Frage: Was ist das für ein Mineral? 109 Gramm wiegt der Stein, liegt gut in der Hand und hat auf der Unterseite eine Musterung. Jeder, dem Brandt den Stein zeigte, hatte eine andere Theorie: Ein Findling aus der Eiszeit? Die Versteinerung eines Seeigels? Überrest eines Meteoriten? Ein archäologisches Relikt? Jetzt beschäftigt sich ein Fachmann an der Leibniz Universität in Hannover mit der Frage. Professor Günter Groß aus Exten hat den Stein zur Uni mitgenommen. Groß ist Meteorologe, Steine sind somit nicht sein Fachgebiet. Doch er hat Kollegen, die das klären könnten.

Fragt man Google nach ungewöhnlichen Steinfunden, erhält man 437.000 Einträge und viele Fotos von oft merkwürdigen Gebilden. Die meisten Funde lassen sich aufklären. Und manchmal waren es nicht die Kräfte der Natur wie Wasser oder Frost, die einem Stein eine ungewöhnliche Form gegeben haben, sondern eine landwirtschaftliche Maschine oder Bodenarbeiten. Doch ein Rest ungeklärter Funde bleibt.

Meistens keine Meteoriten

Sehr selten sind Boten aus dem All. Professor Addi Bischoff vom Institut für Planetologie in Münster schreibt, er bekomme öfter Anfragen von seltenen Steinfunden. Doch in den meisten Fällen handele es sich nicht um Meteoriten. Herabfallende Meteoriten gehen mit Geräuschen und Lichterscheinungen einher, die in 100 Kilometer Umkreis zu sehen sind. Meteoriten hätten fast alle eine pechschwarze Oberfläche, da diese in der Atmosphäre schmelze. Es gebe zwar relativ viele Fälle, wo Meteoriten auf die Erde fallen, aber die Überreste würden in Deutschland selten gefunden. Es gebe nur alle fünf bis zehn Jahre einen Fund. wm